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Samstag, Februar 06, 2010

Egotrip in die Vergangenheit.

Fahre gleich nach Göttingen zum 25-Jahr-Treffen von puk minicar (Personen- und Kurierdienst). In der Anfangszeit - also in den Jahren nach 1985 - der größte selbstverwaltete Betrieb in Niedersachen.

Als Fahrer (auch als Teilzeitfahrer) musste man Gesellschafter werden und jeder bekam nur 1 Anteil, alle hatten - auf dem Papier - die gleichen Mitbestimmungsrechte bei der Verwaltung der Firma und verdienten als studentische Teilzeitfahrer den gleichen (Hunger)Lohn von 7 DM pro Stunde. Im Grunde Selbstausbeutung bei 12-Stunden-Schichten. Aber es hat Spaß gemacht und war voll angesagt in Göttingen. puk minicar war politisch korrekt und hatte Kultcharakter (ist das eigentlich immer noch so?).

Ich bin dort von 1987 bis 1999 als Teilzeitkraft gefahren - mal mehr mal weniger intensiv. Es war auf jeden Fall eine persönlichkeitsbildende Zeit: Aus dem akademischen Elfenbeinturm raus auf die Straße! Kilometer fressen, teilweise mit voll durchgeknallten Fahrgästen direkt neben und hinter mir in der Mietdroschke.

Und puk minicar war (ist?) selber auch ein Sammelbecken für die skurrilsten und abgefahrensten Typen. Ich habe in der Teilnehmerliste gesehen, dass sich auch einige von den "Legenden" angemeldet haben. Tiger, Rübe, Fritz Udo - die Säule, Ysma, Trinkolf, ... Wenn die noch so drauf sind wie früher, dann... Auf jeden Fall wird das heute ein Egotrip in meine Vergangenheit. Werde nachher auch von dem Treffen ab und zu twittern.

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Freitag, Februar 05, 2010

Atomkrieg ist keine Hauptmeldung.

Facebook hat eine neue Kategorsierung der Beiträge vorgenommen: Hauptmeldungen vs. Neueste Meldungen. Das ist eigentlich eine noch blödere Kategorisierung als vorher (Neuigkeiten vs. Live-Meldungen. Dank an Markus für dem Hinweis). Das ist doch Äpfel mit Birnen vergleichen. Hauptmeldung vs. Nebenmeldung wäre ok und auch Alte Meldungen vs. Aktuelle Meldungen.

Nach der neuen Kategorisierung wäre die neueste Meldung vom Atomkrieg konsequenterweise keine Hauptmeldung. Oder doch?!

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Sonntag, Januar 31, 2010

Die Welt ist kein Ort.

Eigentlich komisch: Gegenstände auf dem MOND als WELTkulturerbe. Daran erkennt man mal wieder, dass die Welt ein intellektuelles Konstrukt ist und kein Ort im Universum.

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Samstag, Januar 23, 2010

Das färbt ab.

Ich habe heute zum ersten Mal seit etwa 15 (?) Jahren eine Blue Jeans gekauft. "Speziell behandelt, was Ihrer Hose einen unverwechselbaren Look verleiht." Einfach nur dunkelblau wie früher hätte mir auch gereicht (stone washed fand ich damals schon doof). Aber die gibt es wohl nicht mehr. Jedenfalls nicht heute im WSV im Laden, in dem ich war. Man muss ja schon froh sein, wenn man Jeans findet ohne modische Webfehler oder gepflegte Löcher.

Zuhause dann der Hinweis in der Pflegeanleitung: "Körperwärme kann ebenfalls zu Abfärbungen führen. Daher bitte Vorsicht bei hellen Polstermöbeln und heller Kleidung." Abfärben beim Waschen kann ich ja noch verstehen. Aber durch Körperwärme beim Tragen?! Also werde ich demnächst helle Hemden wieder aus der Hose hängen lassen und mich vor Besuchen erkundigen, welche Farbe denn die Möbel haben.

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Sonntag, Januar 10, 2010

Gute Produkte überzeugen einfach.

Nachdem heute ein Kollege auf Twitter einen Link auf die "Coolest iPhone peripheral ever" (von Parrot) gepostet hat, muss ich ein paar Zeilen (die ich schon länger im Kopf hatte) über ein weiteres Gerät dieses Herstellers los werden - und zwar über ein Lautsprechersystem für iPod/iPhone.


Das ist an sich nichts Besonderes. Aber das Konzept dahinter ist spannend: Man benötigt lediglich für jeden Lautsprecher eine
Steckdose und das war's mit Kabeln, da jede Box einen eigenen Verstärker hat. Der Rest läuft drahtlos über Bluetooth/WiFi. Und dann kann man über die Boxen Musik über Handy, PC oder eine sonstige Bluetooth/WiFi-Quelle hören.

Was soll ich zum Klang sagen? Ich bin tief beeindruckt. Obwohl die Boxen eher klein und leicht sind (da war ich ja skeptisch - für mich mussten Boxen immer massiv und schwer sein) erzeugen sie wirklich einen sehr guten räumlichen und auch präzisen Klang. Ich würde mal sagen, die Qualität ist nicht weit von Highend entfernt (in dieser Liga natürlich). Und mit 100 Watt Musikleistung ausreichend dimensioniert.

Daneben kann man die eingebaute Dockingstation für iPod/iPhone benutzen oder zusätzlich pro Box ein Cinch-Kabel für konventionelle Musikquellen anschließen. Abgerundet wird das Ganze durch eine wirklich durchdachte Verpackung.



















Diese Boxen könnte man tatsächlich z.B. für eine Party schnell wieder einpacken, sicher transportieren und woanders schnell wieder aufstellen. Zwei Stecker rein. Fertig. Ich habe selten eine so pfiffige und praktische Lösung gesehen. Da hat sich jemand wirklich mal Gedanken gemacht. Gute Produkte überzeugen einfach. Ob ich die Boxen allerdings tatsächlich mit zu einer Party nehmen würde - lasse ich mal dahin gestellt...

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Exportweltmeister.

Ich habe heute zum wiederholten Male gehört, dass China "Deutschland als Exportweltmeister" überholt hat. Sieht so aus, als tun wir Deutschen uns da schwer mit. Denn das heißt ja wohl im Klartext "China ist Exportweltmeister". Wann hat denn der erste Sender, die erste Zeitung den Mut, das auszusprechen?

Aber es gibt Hoffnung. In 2010 können wir wenigstens wieder Fußballweltmeister werden.

NACHTRAG: Die Süddeutsche drückt es einigermaßen deutlich aus. Aber auch da referenziert die eigentlich witzige Überschrift auf - Deutschland. Offensichtlich schwierig, wenn wir nicht mehr der Maßstab sind.

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Donnerstag, Januar 07, 2010

Logisch. Alles klar?!

Ich lese ja gerne auch mal anspruchsvolle Philosophie, aber bei diesen einleitenden (sic!) Betrachtungen von Kierkegaard in "Der Begriff der Angst" steige ich dann doch aus:

"Jede Bewegung [... ] ist hierbei nur eine immanente Bewegung, d.h. in tieferem Sinne keine Bewegung, wovon man sich leicht überzeugt, wenn man bedenkt, daß der Begriff der Bewegung selbst eine Transzendenz ist, welche in der Logik keinen Platz finden kann. Das Negative ist nun die Immanenz der Bewegung; ist das Verschwindende, das Aufgehobene. Geschieht alles so durch Negation, so geschieht überhaupt nichts, und das Negative wird zum Phantom. Um aber doch in der Logik etwas geschehen zu lassen, wird das Negative etwas mehr; man läßt es den Gegensatz hervorbringen, womit es nicht mehr Negation ist, sondern Kontraposition."

Das lese ich zwar, versuche aber erst gar nicht, diese Herleitung im Detail nachzuvollziehen. Das ist mir zu wirr. Im übrigen werde ich das Gefühl nicht los, dass sich Kierkegaard hier philosophisch und intellektuell ganz schön verrannt hat. Kann das sein?

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Rückkehr der Leibeigenschaft!?

Gerade zwei Dötze (etwa 10 Jahre) auf ihren Fahrrädern im Vorbeifahren. Sagt der eine: "Stell' dir vor, alles was du siehst gehört dir. Das wäre doch cool." Der andere: "Du gehörst mir." Das nenne ich doch mal spontan und konsequent zu Ende gedacht. Die Rückkehr der Leibeigenschaft?!

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Dienstag, Januar 05, 2010

Blubber nich rum hier.

Wer kennt das nicht?! Zuerst bricht man sich einen ab, um den Milchkarton unfallfrei zu öffnen, und dann gibt es beim ersten Ausgießen einen "Blubb", bei dem der Kaffee aus der Tasse fliegt. Zum Jahresanfang darum ein nützlicher Tipp für das blubber-freie Milch-Eingießen. Man halte den Milchkarton beim ersten Ausgießen mit der Öffnung nach oben (!):













Der Trick besteht darin, dass die entstehende Luftblase bei dieser Haltung oben aus der Öffnung entweichen kann. Darum gibt es auch keinen unkontrollierten "Blubb". Die Fallhöhe ist allerdings etwas höher als bei der "normalen" Methode (Öffnung nach unten). Muss man etwas üben, klappt aber sehr gut. Der Applaus gebührt dem Schwiegervater.

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Mittwoch, Dezember 30, 2009

2010 - Das Jahr der Helden?

Ich selber habe es ja nicht so mit Vorsätzen zum Jahreswechsel. Habe ich eigentlich noch nie gemacht. Aber falls jemand heldenhaftes vorhat, so kann ich ihn/sie nur ermutigen. Denn wie schreibt Sören Kierkegaard in seinen Problemata - Furcht und Zittern:

"Wenn der, welcher handeln soll, sich nach dem Erfolge beurteilen will, so kommt er niemals dazu, anzufangen. Wenn der Erfolg auch die ganze Welt erfreuen mag, dem Helden nützt dies nichts, denn der Erfolg wurde ihm erst bekannt, als das Ganze vorüber war, und dadurch wurde er nicht zum Helden, sondern er war es dadurch, daß er anfing."

In diesem Sinne. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Haut rein in 2010!

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Donnerstag, Dezember 24, 2009

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Frohe Weihnachtstage und einen Guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2010! Und denkt an die Gesundheit! Ohne Gesundheit ist alles nichts.

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Samstag, November 21, 2009

Erfahrungstransformation.

Ich habe in dieser Woche am eigenen Leib ein schönes Beispiel dafür erlebt, wie sehr Online Denken das Offline Handeln beeinflussen kann. Ich musste ein Printformular ausfüllen, auf dem es zu einer Frage diverse Antworten zum Ankreuzen gab und zwar nach dem Muster:
o Antwort 1
o Antwort 2
o Antwort 3
o ...
o Antwort n

Ich hab' mich einige Zeit gefragt, wie ich die Frage durch das Ankreuzen EINER Antwort richtig beantworten soll, denn irgendwie passte keine der Antworten so richtig. Bis jemand sagte "Dann kreuz doch zwei Antworten an." (das war nicht auf dem Formular ausgeschlossen). Das war die Lösung.

Und dann fiel bei mir der Groschen: Die kleinen Kreise vor den Antworten (für das Kreuz) waren für mich ganz selbstverständlich Radio-Buttons! Und davon kann man immer nur einen auswählen. Bei mehreren möglichen Antworten hätten da in meinem Verständnis kleine Kästchen sein müssen. Ich bin alleine nicht darauf gekommen, dass das auf einem Papierformular überhaupt keine Rolle spielt (sofern nichts anderes vermerkt ist) - zumindest aus technischer Sicht. Da kann man mal sehen, wie Online Erfahrungen Offline transformiert werden.

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Schluss mit Kilometer fressen.

Heute habe ich mich von meinem geliebten Rennrad (andere würden sagen Rennmaschine...) getrennt und es meinem Neffen geschenkt. Es ist mir schwer gefallen, aber ich muss ehrlich zu mir sein: Die letzte Fahrt mit dem Rad war zum Umzug von der alten in die neue Wohnung. Das war 2005.... Seitdem habe ich 1x im Jahr Luft aufgepumpt und ab und zu die Räder etwas weiter gedreht, damit der Schlauch nicht "durchsteht". Und leider - nach meiner Bandscheiben-OP im letzten Jahr ist Rennrad fahren nicht die optimale Sportart für meinen Rücken. Schluss mit Kopf runter und Kilometer fressen. Mein Neffe (16) hat dagegen dieses Jahr bereits 10.000 (!) Kilometer abgerissen und kann ein zweites Trainingsrad gut gebrauchen. Ich hab ja noch das Foto...

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