Sonntag, November 09, 2014

Auf einmal war Geschichte!

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die vom Mauerfall am 9. November 1989 persönlich existentiell betroffen waren. Und trotzdem fühle ich mich mit den Ereignissen nicht nur als Zeitgenosse Jahrgang 1961 tief verbunden. Und das kam so...

Am 9. November 1989 hatten wir in unserer Göttinger Studenten-WG eine kleine Feier, auf der natürlich auch mein bester Kumpel Karsten aus (West)-Berlin war. Durch Karsten kannte ich Westberlin ganz gut - vor allem auch die Transitstrecke und das ganze Kontrollgedöns bei Helmstedt/Marienborn sowie Dreilinden/Drewitz. Immer irgendwie mulmig und ich war jedesmal etwas erleichtert, wenn ich dann in Westberlin oder wieder in Westdeutschland war.

Natürlich hatte ich in der Zeit vor dem 9. November die Bericherstattung über die Montagsdemos und die Freiheitsbewegung in der DDR verfolgt und das war politisch auch alles ganz spannend, denn es war abzusehen, dass es zu irgend einer Entscheidung kommen musste.

Das war's dann aber auch schon mit meiner persönlicher Betroffenheit in Sachen DDR.

Und dann rief abends im Laufe der oben erwähnten Feier Karstens Bruder aus Berlin an mit der Botschaft "Die Mauer ist auf! Hier ist der Bär los, ich fahr' da jetzt hin." Daraufhin schalteten wir in der WG sofort Fernseher und Radio ein (nein - kein Internet) und haben das dann live verfolgt.

Ich glaube nicht, dass mir an dem Abend schon klar war, dass diese Stunden das Ende der DDR bedeuteten. Aber mir war klar, dass vor unseren Augen aus Politik Geschichte wurde.

Ach ja - und ich hatte Geburtstag.

Samstag, August 31, 2013

Politiker im Kasten.

In der Berliner Morgenpost vom 30.08.2013 werden die Gesten von Angela Merkel und Peer Steinbrück von Peter Ditko, dem Chef der Deutschen Rednerschule analysiert. Die Interpretation kann man hier lesen. Peter Ditko spricht dabei hauptsächlich die mögliche Wirkung dieser Gesten auf das Publikum bei dem morgigen TV-Duell an.

Aus einer anderen Sicht kann die Auslegung auch anders aussehen. Ich habe mal die zwei Szenen genommen, in denen  Merkel und Steinbrück von der Körperhaltung her am "weitesten" aus sich heraus gehen und zur Verdeutlichung einen schulterbreiten "Zentralbereich" markiert. Ich bin kein Fachmann für nonverbale Komunikation, aber ich denke, dass dieser Bereich eine "Sicherheitszone" darstellt, die man nur ungerne verlässt und die man auch gerne hinter dem Rednerpult versteckt (das kennen viele sicher aus eigener Erfahrung von Vorträgen in Schule, Studium, Beruf).

Unter diesem Aspekt fällt auf, dass Merkel mit ihren Gesten in keine der Szenen diese Zone überschreitet. Und das einzige Mal, bei dem sie das macht, hält sie sich am Rednerpult fest. Könnte man auch so auslegen: "Ich komme einfach nicht aus meinem Kasten raus. Und wenn ich ihn verlasse dann nur, um mich an meiner Position festzuhalten." 




Steinbrück ist mit seinen Gesten auffallend ausladender und überschreitet die markierte Zone oft. Könnte heißen: "Ich fühle mich nicht in einem Kasten eingesperrt und bin auch bereit, meine Komfortzone zu verlassen."



Die Gesten aus dem Artikel in der Berliner Morgenpost kann man also auch anders auslegen. Meine Meinung.

Sonntag, März 10, 2013

Neue Vorlage.

Endlich habe ich für den Blog mal eine der neuen Designvorlagen verwendet. Noch nicht optimal und ich muss mit der Zeit noch ein wenig damit rumspielen. Bis dahin bleibt es halt, wie es ist.

Sonntag, März 03, 2013

Kein Kommentar.

Bis vor einigen Wochen bin ich hier im Blog von Spammern verschont geblieben. Inzwischen haben sie sich jedoch eingeschossen. Da ich sowieso nur noch selten hier schreibe (und auch kaum jemand kommentiert), habe ich nun eine Prüfung vor die Kommentarfunktion aktiviert. Ich hoffe, das hilft.

Dienstag, Januar 01, 2013

Gestatten - Kurt Twittolsky.

Schon länger wollte ich etwas dazu schreiben, was es mit dem Twitterprojekt "Kurt Twittolsky" auf sich hat. Aber ihr kennt das ja - die Zeit... Zum Jahresstart 2013 ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt gekommen.

Die Idee zu dem Projekt entstand zu Weihnachten 2011 durch einen Tweet von @bebal, der mal wieder so gut war, als käme er direkt vom guten alten Kurt Tucholsky. Und mir kam der Gedanke, dass der brillante Aphoristiker Tucholsky heutzutage seine "Schnipsel" bestimmt über Twitter verbreiten würde.

Daraufhin habe ich kurzentschlossen am Heiligabend 2011 den Account "Kurt Twittolsky" eingerichtet. Und ich habe @bebal gefragt, ob wir nicht daraus gemeinsam etwas machen könnten. Einige Ideen:
  • Zitate von Tucholsky posten
  • Lebensereignisse von Tucholsky zum jeweiligen Datum posten.
  • Eigene Tweets , die aber auch von Tucholsky hätten kommen können.
  • Zitate von Tucholskys Zeitgenossen
  • Aphorismen-Wettbewerb: Follower posten Aphorismen zu bestimmten Stichworten
  • Tucholksy Kurzgeschichten als Tweets erzählen (Rechte klären - ist klar!).
  • Projekt in Zusammenarbeit mit einem Verlag ausbauen...?
  • usw., usw

Nun gut - seitdem twittern @bebal und ich je nach Lust, Laune und Zeit auch als @Twittolsky. Ohne Absprachen, ohne "Redaktionsplan". Wie es halt so passt. Reichweite und Followerzahlen sind auch nach einem Jahr noch homöopathisch gering, aber darum geht es auch gar nicht:

Für mich ist es in erster Linie ein interessantes Social Media Experiment, denn @bebal und ich kennen uns nur über Twitter. Ich finde es spannend, mit jemand nur über das Web ein Projekt aufzuziehen, den ich persönlich gar nicht kenne. In zweiter Linie ist es eine witzige Möglichkeit, ohne großen Aufwand den geschätzten Kurt Tucholsky ein wenig in Ehren zu halten.

Mal sehen, was das zweite Jahr so bringt. Anregungen und Follower willkommen! 

Mittwoch, Oktober 03, 2012

Heute nicht.

Ich habe "mal eben" mit dem neuen Blogger-Vorlagendesigner rumgespielt. Wobei "neu" ist gut - den gibt es bestimmt schon seit 1-2 Jahren. Jedenfalls breche ich das jetzt nach einer halbe Stunde ab und kehre zum alten Layout zurück. Man kann zwar schnell viel ändern, aber für eine schlüssige Gestaltung bräuchte man ein  Konzept für Layout, Fonts, und Farben, sonst sieht das zusammengestoppelt aus. Und die Zeit nehme ich mir heute jedenfalls nicht.

Donnerstag, September 27, 2012

Eigentlich...

...wollte ich ja aufhören mit Empire Avenue, nachdem ich verstanden hatte, wie es funktioniert. Aber es zieht gerade wieder an...


Donnerstag, Juli 26, 2012

Asymmetrische Ausschreibungen.

Gefragt sind bei öffentlichen Ausschreibungen fast immer Konzeptansätze, Designvorschläge, genau aufgeschlüsselte Kalkulationen und Projektpläne. Also viel Arbeit.

Ablehnungen erfolgen in der Regel mit einem lapidaren "Es war nicht das wirtschaftlich günstigste Angebot". Also eher wenig Arbeit. Ganz wenig Arbeit.

Weitere Informationen zur Ablehnung bekommt man nur selten oder muss aufwändig einen schriftlichen Antrag stellen (Rückporto nicht vergessen). Und selbst dann habe ich es schon erlebt, dass die Antwort exakt die gleiche war: "Es war nicht das wirtschaftlich günstigste Angebot".

Irgendwie asymmetrisch - solche Verfahren.

Sonntag, Juli 01, 2012

Zugabe.

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob und wann ich in diesem Blog wieder regelmäßig schreibe. Es landet inzwischen alles bei Twitter oder Google+.

Mittwoch, Januar 04, 2012

Gesucht. Gefunden.

Aus der Schweiz erhielten wir eine Weihnachtskarte mit der Adressierung nach dem Muster "D-1112 Stadt, Straße, Hausnummer 1A". Diese Adresse ist fast richtig, nur lautet die korrekte PLZ "D-11112" (also eine Ziffer mehr). Die Karte wurde mit einigen Tagen Verspätung erst nach einer Adressvalidierung zugestellt.

Es überrascht mich schon etwas, dass heutige Sortiersysteme in Zeiten von fehlertoleranten Suchalgorithmen nicht erkennen, dass es sich um die gleiche Adresse gehandelt hat. Immerhin war die Adressierung bis auf eine Ziffer in der PLZ korrekt. Und es gibt auch nur eine korrekte PLZ-Ort-Kombination in Deutschland mit "D-1112" (selbst bei vier Stellen) - und dann noch in Verbindung mit korrekter Straße und korrekter Hausnummer.

Interessanterweise hat die Adressvalidierung einen Aufkleber mit der Adresse "D-11112 Stadt, Straße, Hausnummer 1" erzeugt. Die Hausnummer "1" jedoch gibt es in unserer Straße gar nicht. Es gibt nur "1A" und "1B". Um so erfreulicher, dass uns die Karte trotzdem erreicht hat. Nach Weihnachten.