Samstag, Februar 26, 2005

Geld auf dem Dachboden

Gestern habe ich gelesen, dass in Deutschland nach einer EMNID-Studie etwa 20 Milliarden Euro in Form von nicht mehr verwendeten, aber noch funktionsfähigem Zeugs lagert. In Kellern, auf Dachböden, in Garagen oder wo auch immer. Statistisch hätte jeder Haushalt für 538 Euro so etwas rumliegen. Wenn ich mir unseren Dachboden so anschaue, dann scheint mir das eine realistische Größenordnung. Dabei haben wir gar nicht so viel altes Zeugs. Die Studie hat übrigens ebay in Auftrag gegeben. Da fällt mir ein, ich besitze immer noch keine Digitalkamera...

Samstag, Februar 12, 2005

Mir geht es wie dem Jesus

Heute ist ein Samstag nach meinem Geschmack: Alles grau und Dauerregen. Man kann in Ruhe diverse Sachen aufarbeiten. Nebenbei kann man auch mal wieder "echte" Schallplatten hören. Da muss ich doch einen Vers von dem österreichischen "Liedermacher" (gibt es diesen Begriff heute eigentlich noch?!) Wolfgang Ambros loswerden: "Mir geht es wie dem Jesus: Mir tut das Kreuz so weh. Doch hab' ich nicht die Klasse. Denn ich verwandle den Wein nur in Wasser, das ich lasse." Ist doch krass - oder?

Nachgurgeln

Heute morgen entspann sich eine kleine etymologische Auseinandersetzung: Es ging um den Begriff "nachgooglen", der sehr anglizistisch bzw. denglisch sei und der "deutschen Sprache" nicht gemäß. Ich finde das nicht schlimm. Sprache hat sich schon immer gewandelt. Zu Zeiten, als die "gebildete" Schicht lateinisch sprach, muss es ein Sakrileg gewesen sein, wenn jemand "teutsch" sprach. Sprache wandelt sich nun mal. Es macht keinen Sinn, das zu reglementieren. Es gibt mit oder ohne "Denglisch" eine gute und und eine schlechte Sprachkultur. Es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Hauptsache, man versteht sich.

Ansonsten gingen mir diverse Gedanken durch den Kopf: Eigentlich müsste es ja "googeln" heißen und nicht "nachgooglen". Das wiederum erinnert mich an "nachgurgeln". Aber macht das überhaupt Sinn?! Entweder man "gurgelt" oder man gurgelt nicht. Aber "nachgurgeln"?!

Montag, Februar 07, 2005

Einfach nur rumstehen

Am Samstagabend waren wir bei guten Freunden in Köln. Mir ist erst einen Tag vor der Abfahrt klar geworden, dass dort ja KARNEVAL ist und dass wir diesen Besuch extra auf dieses Wochenende gelegt hatten. Das hatte ich wohl verdrängt... Wir waren zunächst auf dem "Geisterzug". Das war ganz nett. Einfach mitlatschen, sonst nix machen und die Atmosphäre aufnehmen.

Danach ging es dann in eine Kneipe mit "echter" Karnevalsstimmung. Um meinen tanzenden, singenden, schunkelnden und verkleideten Freunden keine Last zu sein, habe ich mich natürlich ein wenig abseits gestellt und habe mir das ganze Treiben einfach nur angeschaut (unverkleidet). Mein wohlwollendes Interesse an dem Spektakel hatte ich durch ein freundliches Lächeln signalisiert. Und ich habe mich wirklich amüsiert! Aber eben mehr "nur drinnen".

Natürlich wurde das prompt mehrfach von fremden Karnevalisten als "Wunsch zum Mitmachen" aufgefasst. Besonders schlimm bei dem Karnevals-Evergreeen "Drink doch eenen mit, stelle dich nit so aan, du stehst hier die gaanze zitt herüm." Ja genau - ich wollte ja auch nur rumstehen. Natürlich weigere ich mich standhaft, mich bei "die Karawane zieht weiter" in die Kette einzureihen. Das erklär aber mal euphorisierten Karnevalisten! Die glauben natürlich, man ist ein Miesepeter mit schlechter Laune, die aufgeheitert werden muss. Mein Fazit: Wer sich im Stillen amüsiert und einfach nur rumstehen will, ist an so einem Abend in so einer Kneipe einfach fehl am Platz.