Samstag, April 01, 2006

Lohngerechtigkeit?!

Ich habe gerade in der Zeit vom 30.03.06 einen Artikel über Lohngerechtigkeit gelesen. Ich habe dieses Thema bisher eigentlich nie als eine Frage der Gerechtigkeit angesehen - allenfalls als eine Frage der Angemessenheit. Also nichts, was sich mit Kriterien rechtlicher Normen erfassen ließe. Das ist aber offensichtlich eine sehr eindimensionale Auffassung von Gerechtigkeit (Reste von Schulwissen...), wie mir ein Blick bei Wikipedia gezeigt hat:

"Gerechtigkeit (lateinisch Justitia) ist das abgeleitete Substantiv von gerecht, dessen ursprüngliche Bedeutung "angemessen, richtig" ist. Gerechtigkeit wird heute als Versuch definiert, jedermann fair und moralisch angemessen zu behandeln."

Aristoteles beschreibt "Gerechtigkeit als Maßstab für die Angemessenheit eines Verhaltens". Selbstverständlich kann man Gerechtigkeit auch auf moralische, soziologische und philosophische Kategorien beziehen. Das führt aber nicht weiter. In sozialen Gefügen sind juristische Normen der einzig verbindliche - weil sanktionierbare Maßstab. Ich weiß nicht, ob das gut ist. Aber alles andere funktioniert nicht. Und darum bleibt für mich das Thema Lohngerechtigkeit KEINE Frage der Gerechtigkeit.

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