Samstag, September 30, 2006

Telepolis-Splitter

Ich habe im vorletzten Telepolis Newsletter mal wieder einige interessante Beiträge gefunden:

In dem Artikel "Mehr Arme, weniger Geld und Zweifel an der Demokratie" ist von "prekärem Wohlstand" die Rede. Hatte ich noch nie gehört. Das bedeutet Wohlstand, "der sich jederzeit verflüchtigen kann". Interessante Kategorie.

Und dann liefert die NASA mal wieder Munition für die Anhänger der Moon-Hoax-Theorie . Will heißen, die Amerikaner waren gar nicht auf dem Mond. Es ist aber auch zu peinlich, dass fast alle Originalaufnahmen von den Mondlandungen offenbar spurlos verschwunden sind. Kein Wunder, dass die Skeptiker jetzt wieder sagen "Na sehr ihr!" FALLS die ganze Geschichte allerdings tatsächlich ein Fake gewesen WÄRE (...), dann wäre es allerdings wirklich geschickt, jetzt zu tun, als wäre alles verloren gegangen. Das ist zwar hochpeinlich, aber immerhin könnte dann auch niemand mehr die Fälschungen nachweisen.

In dem Artikel "Der Papst, die Evolution und der Kreationismus" findet man die Passage:
"Damit bezieht die katholische Kirche eine klare Gegenposition zu den Kreationisten, die auf dem wortgenau geschichtlichen Verständnis des biblischen Schöpfungsberichts bestehen. Die Kirche setzt sich damit aber gleichzeitig auch von dem derzeit vielerorts gängigen Naturalismus, von einer dem reinen "Stoffwechselverständnis" verschriebenen und auf die Erklärung der innerweltlichen Ursachen beschränkten Naturwissenschaft ab, die sich anmaßt, Fragen des Warum und Wozu beantworten zu können." Der Papst und Katholische Kirche gehören damit offensichtlich nicht zu den Brights.

Das Internet greift inzwischen für viele Menschen so tief in unser Leben ein, das es sich auf die sozialen Kontakte auswirkt. Damit befasst sich z.B. der Beitrag "Über die neue Offenheit in sozialen Online-Netzwerken". In dem Artikel "Online, um zu leben" wird über widersprüchliche Ergebnisse von entsprechenden Studien berichtet: "Manche behaupten, dass die Individuen durch social networking extrovertierter, sozialer und glücklicher seien. Andere erkennen das Gegenteil: Die Sozial-Netz-Werker würden sich von ihren Familien und Freunden zurückziehen, soziale Bindungen im echten Leben abreißen lassen, sich isolieren und depressiv werden."
Und über die Risiken einer zu großen Offenheit im Internet kann man hier und hier etwas erfahren. Also Vorsicht beim Blogging, Tubing, Flickring and whatever.

Dienstag, September 26, 2006

Über die Moral

Ich habe bei brandeins einen interessanten Artikel über Wohlstandsmaximierung gelesen. Dort formuliert Richard Posner, "der erfolgreichste und mit Abstand meist zitierte Rechtswissenschaftler unserer Zeit" folgende These:

"Die Moral stellt ... lediglich ein Vokabular zur Verfügung, mit dessen Hilfe Menschen Ansichten zum Ausdruck bringen können, mit denen sie sich gefühlsmäßig stark verbunden fühlen. Aber sie sei nicht in der Lage, Konflikte zu lösen. [...] Entweder die Leute stimmen in ihren Ausgangsgedanke n überein. Oder eben nicht. Und da kann man nichts machen: Die Lücke, die sich zwischen den verschiedenen Ansichten auftut, ist nicht zu schließen. [...] Und ich meine, dass nicht einmal Gerichte dazu da sind, der Moral zur Anerkennung zu verhelfen oder Ideale von Unparteilichkeit, Gerechtigkeit und Fairness zu stärken. Sie bekräftigen lediglich bereits getroffene Übereinkünfte..“

Das empfinde ich als einen hoch interessanten Ansatz, dem ich stark folgen kann. Das erinnert mich an meine Mitgliedschaft bei The Brights, einer Community, die einen naturwissenschaftlichen Ansatz der Weltanschauung vertritt:
  • A bright is a person who has a naturalistic worldview
  • A bright's worldview is free of supernatural and mystical elements
  • The ethics and actions of a bright are based on a naturalistic worldview
Leider beschränkt sich meine Mitgliedschaft auf das Lesen des Newsletters.

Immer noch zuviel...

Vor drei Monaten hatte ich mir vorgenommen, bis heute auf 80 Kilo runter zu kommen. Ich habe es nicht geschafft. Leider nicht EIN Kilo... Offen gestanden habe ich es auch gar nicht WIRKLICH probiert. Ich hatte gehofft, dass es vielleicht reicht, wenn man nur ein WENIG und mal AB UND ZU etwas kürzer tritt. Hmm - es reicht nicht. Offensichtlich muss man da richtig dran ARBEITEN! Na ja. Ich weiß unter den Umständen gar nicht, ob es Sinn macht, einen nächsten Zieltermin für die 80 Kilo zu proklamieren.

Sonntag, September 24, 2006

Telekom lernt dazu?!

Ich habe letztes Jahr im Zuge von Umzug und Umstellung von ISDN auf DSL viele schlechte Erfahrungen mit T-Online und T-Com gemacht und wollte damals eigentlich sofort wechseln. Aber nachdem es dann doch irgendwann lief und ich gehört/gelesen habe, dass der Service bei den meisten Anbietern genau so Sch... ist, bin ich bei der Telekom geblieben (never change a running system).

Nun - es gibt ab Oktober neue Tarife von der Telekom für Internet und Telefonie. Und ich glaube - zumindest was den Tarifdschungel angeht - sie haben es endlich verstanden: Es gibt eine neue Tarifstruktur mit nur noch 3x3 Tarifen in einer Staffelung, die mir ziemlich plausibel erscheint. Ich habe sofort einen davon bestellt, weil mich das überzeugt hat. Kann es sei, dass die tatsächlich dazu gelernt haben...?!

Werben mit Sterben (2)

Vor einiger Zeit war mir zum ersten Mal eine Werbung aufgefallen, die ganz offensiv mit dem Thema Tod geworben hat. Gestern im Autoradio habe ich eine Werbung für "Dauergrabpflege" gehört. Es ist inzwischen offensichtlich tatsächlich möglich, mit dem Tod zu werben. Bei Yahoo habe ich gerade über 32.000 Treffer zum Thema Dauergrabpflege gefunden. Warum auch nicht?
Eine Bekannte erzählte in dem Zusammenhang von einer Werbung einer Bestattungsfirma in der U-Bahn, die sie in Köln gesehen hat: Dort stand an der Wand hinter den Gleisen "Treten Sie ruhig näher" und unten dann die Adresse der Firma. Ganz schön mutig.

Herbstimpressionen

Gestern war der kalendarische Herbstanfang. Wir sind heute nachmittag von einem Besuch in Köln zurück gekommen und ich nutze die Gelegenheit, einige Herbstgarten-Impressionen zu posten (hierund hier). Es wird in diesem Jahr nicht mehr viele Sonntage mit 28°C und strahlendem Sonnenschein geben... Zugegeben - ich bin nicht so der Gartentyp. Trotzdem schafft es Pia immer wieder (hier und hier), dass unser Garten "sogar" für mich total heimelig ist. Leider sind die Fotos mit der Digitalkamera nicht so gut (die Farben, die Farben...), wie sie mit einer Spiegereflexkamera wären, aber dafür sind sie schneller online. Ist auch was.

Sonntag, September 17, 2006

Schwarz und Weiß. Rechts und Links.

Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Schlechtes Zeichen: die NPD hat über 6 Prozent erhalten und ist im Landtag. Was mir bei der üblichen Runde in den Nachrichten übrigens sofort aufgefallen war: NDP-Spitzenkandidat Udo Pastoers war der einzige mit einem hellen Anzug. Sicher kein Zufall. Der Wolf im Schafspelz. Sicher Zufall: Der NPD-Mann stand ganz links am Tisch...

Freitag, September 15, 2006

Back again

Aus verschiedenen Gründen habe ich mein Blog-Intermezzo bei Yahoo 360 beendet und bin wieder hier gelandet und werde auch den Namen des Blogs behalten (die alten "Blockbuch" -Einträge gibt es hier).