Dienstag, Oktober 24, 2006

American Economy

Am Sonntag habe ich mit einem Ohr bei Sabine Christiansen rein gehört (das andere Ohr war per WLAN im Internet). Unter dem Titel "Wie sozial ist die globale Wirtschaft" war auch Jeffrey R. Immelt, Vorstandsvorsitzender General Electric, zu Gast. Egal, wie man da moralisch zu steht - da hat man mal wieder gesehen, warum die amerikanische Wirtschaft dominanter als die deutsche Wirtschaft ist. Erst mal redet Immelt wie ein "normaler" Mensch und schwafelt nicht wie ein deutscher Wirtschaftsintelektueller. Man versteht ihn.

Im Zusammenhang mit der BenQ Pleite hat er ganz offensiv gesagt (sinngemäß): "Der Job eines Vorstandes ist es NICHT, den Leuten vorzugaukeln, die eigene Firma sei international konkurrenzfähig, wenn sie es NICHT IST. Der Job als Vorstand ist es, die Fakten ganz klar zu formulieren."

Nun gut, man könnte hinterfragen, wer denn nun die Verantwortung dafür hat, dass ein Konzern nicht mehr (national/international) konkurrenzfähig ist - wenn nicht der Vorstand. Das tue ich mal an dieser Stelle nicht. Fakt bleibt, dass Immelt der einzige in der Runde war, der Tacheles geredet hat.

Keine Kommentare: