Samstag, Mai 05, 2007

Jeder gehört zu einer Minderheit

In der Zeit vom 4.Mai findet man unter der Überschrift "Lohn und Leistung: Der deutsche Widerspruch" unter anderem folgendes Statement:

"Längst gibt es eine Flut unterschiedlicher Gerechtigkeitsbegriffe: Generationengerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Zeitgerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit. Je heftiger die Deutschen in den vergangenen Jahren über Verteilung stritten, desto mehr neue Kategorien wurden erfunden. Doch das hat viele Deutsche zu Verlieren gemacht, denn nach irgendeinem Gerechtigkeitskriterium kommt fast jeder zu kurz: Rentner und Jugendliche, Arbeitslose und gut verdienende Steuerzahler, Kinderreiche und Kinderlose, Frauen und Männer."

Über den Gerechtigkeitsbegriff will ich mich nicht jetzt auch noch auslassen. Jedenfalls erinnert mich das an den Song "Minderheit" des von mir sehr geschätzten Wolfgang Ambros (auf dem Album "Live ...auf ana finstern Strassn"), in dem er bereits 1979 treffend singt: "Ein jeder gehört zu einer Minderheit, einen jeden geht's was an."

Es kommt eben nur auf die Kategorisierung an.

1 Kommentar:

yadzia hat gesagt…

ja, howi, eigentlich war das gleichstellungsgestz ja grundsätzlich zum minderheitenschutz gedacht, was auch völlig richtig ist. allerdings geht der single equality act soweit, dass auch nicht aufgrund des alters diskriminiert werden darf. und da altersgruppen eindeutig keiner minderheit zuzurechnen sind, gehe ich doch in meinem statement mal ganz dreist davon aus, dass dann auch die gruppe der singles nicht so ohne weiteres diskriminiert werden darf wie dies z.b. unsere regierung tut.
beste grüsse aus der hauptstadt, y.