Sonntag, Juli 22, 2007

Kantst du das verstehen?

Im Urlaub hatte ich endlich Gegenheit, einige Bücher zu lesen, die bereits seit einiger Zeit auf Halde lagen. Darunter "Kant" von Roger Scruton. Kant ist laut Klappentext "... die Schlüsselfigur modernen Denkens." Es gelingt laut der BBC-Zeitschrift Listener "Roger Scruton, auf äußerst elegante und gewandte Weise eine elementare Darstellung der Philosophie Kants zu geben."

Ich gehe deshalb davon aus, dass die Darstellung in dem Buch recht sachverständig ist. Trotzdem habe ich lange kein Buch mehr gelesen, dass schwerer zu verstehen war. Und ich glaube nicht, dass es an der Darstellung lag oder daran, dass es vielleicht doch nicht die passende Urlaubslektüre war. Ich glaube auch nicht, dass mir zum Verstehen ein Philosophiestudium fehlt.

Ich glaube eher, es liegt daran, dass weder Roger Scruton noch sonst jemand Kant wirklich verstanden hat. Es wird dort auch immer wieder betont, wie schwer durchdringbar das Gedankengebäude von Kant sei. Ich werde jetzt nicht anfangen, Kant im Original zu lesen oder Philosophie zu studieren. Mein Eindruck auf Basis der Kant-Zitate in dem Buch ist jedoch: Da gibt es auch nichts zu verstehen.

Das mag ja recht beeindruckend und eloquent sein, was Kant so alles geschrieben hat. Ich aber glaube, Kant wusste genau so wenig, was die Wahrheit ist und wie die "Dinge an sich sind" wie Du und ich. Und er wusste auch nicht, wie man WIRKLICH zu den Antworten auf diese Fragen kommt. Und falls er es wusste, dann konnte er es nicht erklären.

Diese Fragen sind bis heute genau so aktuell wie zu Zeiten Kants, hier ein Beispiel.

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