Mittwoch, Dezember 31, 2008

Kennzeichenprestige.

Ich glaube, es gibt einen Prestigefaktor für Autokennzeichen, so wie es ein Überholprestige bei Automarken gibt.

Um das zu verdeutlichen folgende Szene: Ein Auto schleicht vor einem im Schritttempo rum, weil der Fahrer offensichtlich eine Hausnummer sucht (ohne Blinken natürlich) oder zieht an einer Ampel mal wieder zu spät zum Abbiegen rüber. Oder noch schlimmer - steht hilflos AUF einer Kreuzung rum, weil losgefahren, obwohl die Kreuzung nicht frei war.

Diese Situation stelle man sich in drei Kennzeichen-Varianten vor (Beispiele beliebig). Na - was geht einem dabei durch den Kopf?!
  1. B: "Souverän und eigenständig."
  2. GÖ: "Na ja - kann passieren."
  3. LIP: "Typisch - Idiot vom Land."

Ist doch so - oder?

Design-Aufstehhilfe.

Leider muss ich mich aufgrund meines Rückens von meinem geliebten Sessel verabschieden, der mir seit zehn Jahren täglich eine Freude war:

Er sieht einfach Klasse aus (ich habe ihn in rot-schwarz) und ist auch sehr gemütlich - aber er ist für mich leider inzwischen zu tief. Reinsetzen und Aufstehen mögen meine Bandscheiben nicht mehr. Die Sitzhöhe muss deutlich höher sein. Darum muss nun ein neuer Sessel her.

Das ist echt schwierig. Entweder sehen die zu sehr nach "Fernsehsessel" aus oder sie sind zwar chic, aber unbequem, unpraktisch und/oder nicht zu bezahlen.






Ich bin nach einiger Suche nun fündig geworden (Farbe wird schwarz).













Und wenn ich schon dabei bin, kann man die Rückenlehne und das Fußteil elektrisch über Akkumotoren verstellen. Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich in meinem Alter schon eine Design-Aufstehhilfe brauche. Aber wer schon mal so einen richtigen Hexenschuss oder schlimmer einen Bandscheibenvorfall hatte, der kann wahrscheinlich nachvollziehen, wie wertvoll das dann sein kann. Da nimmt man jede Unterstützung gerne an...

Attestierter Nicht-Simulant.

Gestern musste ich mich beim Vertragsarzt meiner Krankenkasse vorstellen. Da kriegt man zehn Wochen nach der Bandscheiben-OP etwas Bedenken. Immerhin bin ich noch nie so lange krank gewesen bzw. ausgefallen. Halten die mich für einen Simulanten?! Wollen die etwa das Krankentagegeld einstellen?! Nach dem Motto "Guter Mann, stellen Sie sich nicht so an. Sie sind doch eigentlich seit zwei Wochen wieder voll einsatzfähig."

Aber es war ganz anders. Der Vertragsarzt würde mich sogar noch bis Mitte Januar voll krank schreiben und danach 50% Wiedereingliederung. Doch weil ich keine schwere körperliche Arbeit verrichten muss, hat er die Einschätzung meines Hausarztes übernommen und hält ab 5.1. einen 50% Einsatz für vertretbar.

Immerhin habe ich auf diese Weise attestiert bekommen, dass ich meinen Zustand nicht "ausnutze". Denn im Zweifel würde ein Vertragsarzt im Sinne der Krankenkasse entscheiden, d.h. er hätte mich wieder als voll arbeitsfähig eingestuft. Und meine Kollegen wird es auch freuen. Ich muss allerdings aus Selbstschutz wirklich darauf achten, dass aus den 50% noch nicht wieder ein Vollzugriff wird, denn sonst wird das nach hinten los gehen.

Vor und nach Weihnachten.

Vor Weihnachten:












Nach Weihnachten:

Montag, Dezember 29, 2008

Kaffeeklatsch.

Heute morgen in der Bar Celona. Frau am Nebentisch sagt zu ihrer Freundin, die gerade ihren Milchkaffee, Latte Macchiato? oder sonst eine dieser angesagten Kaffee-Milch-Mixbrühen umrührt: "Mit Kaffee hat das aber nichts mehr zu tun."

Sag ich schon lange. Kaffee muss krachen. Sic.

Samstag, Dezember 27, 2008

DDR heute.

Gestern beim Weihnachts-Kaffeetrinken:
"Das liegt in der DDR."
"Welche DDR?! Die DDR gibt es nicht mehr."
"Na, das sagt man immer noch so. Dann weiß jeder, was gemeint ist."

Kein weiterer Kommentar.

Freitag, Dezember 19, 2008

Gefühle deuten.

Im Moment sieht man überall das UNICEF-Foto des Jahres 2008 von dem "Mädchen im größten Slum der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. [...] Das Bild führt uns den Lebensmut und die Energie eines Mädchens vor Augen, das mitten im Elend aufwächst.“

Ich finde das Bild auch gut, aber ich kann die Begründung nicht nachvollziehen. Tut mir leid, aber in dem Gesicht des Mädchens sehe ich keinen Lebensmut und auch keine Energie, jedenfalls keine positive. Ich habe das Gesicht hier mal vergrößert:












Also für mich spiegeln sich in dem Gesicht des Mädchens eher Bedrohung, Furcht und Ekel als Lebensmut und Energie. Das Mädchen will nur schnell raus aus der dreckigen Brühe! Das ist doch offensichtlich - oder? Da kann auch das blütenweiße Kleid nichts ändern. Oder kann ich keine Gesichtsausdrücke mehr deuten?!

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Zukunftstrend Web2.0 Rückzug?!

Den interessanten Artikel "Frust in deutschen Netzportalen?" fand ich gerade bei bei heute.de. Der Aufhänger für den Artikel ist die These "Immer mehr Menschen verabschieden sich aus dem Internet." Das behaupten Zukunftsforscher wie z.B. der bekannte Matthias Horx. Allerdings kommt der Artikel zu ganz anderen Feststellungen:

"In großen deutschen Netzwerken [...] spürt man allerdings kaum etwas von diesem "digitalen Überdruss". Im Gegenteil scheint die Beliebtheit der Communitys ungebrochen."

"Das Netzwerk selbst wird allerdings nur von den Wenigsten in Frage gestellt. Kaum einer sagt, er werde [...] soziale Online-Netzwerke künftig meiden. Kaum einer will sein Mitgliedskonto kündigen."

"Fazit: Von Netzwerkfrust in Deutschland keine Spur. "

Auch ich habe aus eigener Erfahrung das Gefühl, dass hier Matthias Horx einen Trend falsch einschätzt. Wenn ich mir z.B. die Entwicklung bei den Microblogging Diensten wie twitter, bleeper, identi.ca, oder yammer anschaue, dann gibt es hier rasanten Zulauf. Hier nehmen nicht nur die early adaptors teil sondern zunehmend auch Unternehmen. Selbst traditionelle Marken wie Miele nutzen inzwischen z.B. twitter. Ein klares Zeichen für das Potenzial dieser Anwendungen.

Zum Abschluss des Artikels wird noch auf den Umgang mit "E-Mails, Textnachrichten oder Telefongespräche" eingegangen. Die Feststellung einer Beratungsfirna ist allerdings kalter Kaffee und wenig erhellend: "Die Lösung des Problems liege allerdings nicht in einem Verzicht auf das moderne und praktische Kommunikationsmittel, sondern darin, den richtigen Umgang mit E-Mail und Co. erst noch zu finden."

Freitag, Dezember 05, 2008

Dienstag, Dezember 02, 2008

Weichei Stromberg.

Habe mir in den letzten Tagen die zweite Staffel von Stromberg angetan. Den Typ finde ich ja echt abgefahren. In den Extras zur DVD gibt es Interviews mit den Darstellern (der Drehbuchautor spricht Stromberg übrigens mehr wie Strohmberg aus und weniger wie Strommberg). Na - jedenfalls trank Stromberg alias Christoph Maria Herbst in einer Interviewszene offensichtlich Milchkaffee aus einer Porzellanschale! Also ehrlich - das geht ja gar nicht - Weichei! Das muss der Herbst noch üben. Das würde Stromberg selber nie tun: "Ich geh erst zum Arzt, wenn es blutet oder fault."

So wird man Teilhaber.

Loriot hat einmal darauf hingewiesen, wie komisch das typische Amtsdeutsch immer wieder ist. Ich habe gerade so einen Fall auf dem Tisch. Ich möchte bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Kostenübernahme für rückengerechte Arbeitsmöbel (Bürostuhl, höhenverstellbarer Schreibtisch) stellen. Heute habe ich den Antrag erhalten, er lautet:

Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte - Rehabilitationsantrag.   

Teilhabe - ist das nicht herrlich? Übrigens gehören zum Antrag 16 Seiten Erläuterung. Ich trau' mich noch gar nicht ran. Hallo - 16 Seiten Erläuterung?! 

Sonntag, November 30, 2008

Bewegung.

Auch ich muss mich allmählich wieder mehr bewegen...


Wie viele bin ich?

Ich habe es ja nicht so mit Hörbüchern, aber die 4CDs Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? von Richard David Precht habe ich in zwei Tagen durchgehört. Es geht um die altbekannten Fragen "Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein?"

Precht behandelt diese Fragen von der Hirnforschung über die Psychologie bis zur Philosophie kompetent, humorvoll und unterhaltsam. Mir hat besonders gefallen, dass diese existenziellen Fragen abschließend "beantwortet" werden mit dem legendären "42"  sowie dem Sinn des Lebens nach Monty Python:  

"Seien Sie nett zu Anderen, vermeiden Sie fettes Essen, lesen Sie gute Bücher, gehen Sie spazieren und versuchen Sie, mit allen Menschen in Frieden zu leben."

Sic.

Samstag, November 29, 2008

Schaltzentrale.

Hier meine "Schaltzentrale", auf der ich seit zwei Monaten wegen meines Bandscheiben-Vorfalls viel Zeit verbracht habe.


Wichtig: der Bandscheibenwürfel für die rückenschonende Stufenlage (übrigens auch bei gesundem Rücken zur Entlastung ratsam). Auch wichtig: in Reichweite diverse Fernbedienungen sowie Telefon, Handy und Laptop.

Ich bin zwar noch bis Weihnachten krank geschrieben und werde noch einige Stunden so verbringen, doch so langsam darf ich auch wieder mehr machen. Die "Liegezeiten" nehmen ab. Und bald können wir das Sofa hoffentlich wieder zusammenklappen und es sieht im Wohnzimmer nicht mehr so nach Krankenlager aus.

Donnerstag, November 27, 2008

Das Ende vom Kabelsalat?!

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein: "drahtloser Strom". Aber irgendwann auch nahe liegend, dass die Technik das Thema anpackt. Denn DAS kann ja wohl nicht die Lösung sein (unsere Fernseh-Internet-Telefon-Verkabelung):













Und zum Thema Strahlenbelastung: "...elektromagnetische Strahlen, die etwa Mobiltelefone aussenden und wegen möglicher Auswirkungen auf die Gesundheit umstritten sind, entstehen bei "Witricity" nicht. Magnetfelder als Grundlage der Technologie sind allgemein akzeptiert, seit vielen Jahren erprobt, und sie gelten für die Gesundheit als unbedenklich [...]. Der Großteil des menschlichen Körpers würde gar nicht auf Magnetfelder reagieren, die restlichen Teile würden von der Technologie nicht beeinflusst werden, da sie auf einer anderen Frequenz schwingen, ..."

Wie gesagt - das klingt alles fast zu schön, um wahr zu sein. Ich bleibe skeptisch, ob ich die Praxisreife noch erlebe. Es wäre aber nicht schlecht...

Dienstag, November 18, 2008

Energie sparen ist teuer.

Gerade habe ich in ZEIT ONLINE einen interessanten Artikel über ein Energiespar-Wohnprojekt in Winterthur gelesen. Fazit: "Keine Heizung, kein Öltank: Die Bewohner einer Schweizer Siedlung leben mit einem Minimum an Energie. Verzichten müssen sie dabei auf – gar nichts."

Klingt spannend. Und so, als ob "2000-Watt-Wohnen" heute schon in nennenswertem Umfang realisiert werden kann. Leider steht dort nichts über die Kosten für ein solches Haus. Ich vermute mal, das können sich nur Gut-Verdiener leisten. Das hat mich an einen anderen Artikel erinnert, in dem über Erfahrungen bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen berichtet wird:

"Aber leider funktionieren einfache Lösungen nicht. Und billige schon gar nicht. Energiesparen ist dreckig, teuer und weitaus komplizierter, als es einem die ganzen Schlauberger weismachen wollen. Ich kann das beurteilen, denn ich habe im vergangenen Jahr einen Altbau energietechnisch aufgerüstet. [...] Nehmen wir mal die Fenster. Ein normales Einfamilienhaus könne allein durch neue Fenster jährlich 2.180 Kilowattstunden Energie sparen. Das schreibt die Deutsche Energieagentur, eine Instanz in Sachen Ökologie. Beim derzeitigen Gaspreis wären das rund 150 Euro. Aber fragen Sie mal einen Handwerker, wie viele neue Fenster Sie für 150 Euro bekommen. Der lacht Sie aus, und zwar laut."

Ich kann aus eigenen Rechenbeispielen bestätigen, dass es schnell 20 Jahre dauert, bis sich eine Maßnahme (z.B. Kellerdecke dämmen) überhaupt "rechnet". Bei richtig großen Projekten, z.B. Dachdämmung, Solarthermie oder Erdwärme rechnet sich das irgendwie gar nicht mehr in akzeptablen Zeiträumen, wenn man das nur auf die Kosten bezieht und nur für sich alleine berechnet (es gibt ja auch externen Nutzen, den man auch berücksichtigen muss).

Eine Entscheidung darüber ist aus meiner Sicht allerdings nicht nur eine Frage der finanziellen Amortisation "Rechnet sich das?", sondern vor allem der Einstellung "Will ich mir das leisten?". Und natürlich "Kann ich mir das leisten?" Darum teile ich das Fazit aus dem ZEIT Artikel:

"Letztlich darf man den Nichtstuern aber keinen Rechtfertigungsgrund liefern. Schließlich geht es beim Energiesparen auch um persönliches Einstellung – und Verantwortungsgefühl. "

Sonntag, November 16, 2008

Was geht mit Gesten?

Ich bin seit längerem von der technische Entwicklung auf dem Gebiet der Interfacesteuerung fasziniert. Bei Spreeblick fand ich gerade ein weiteres Beispiel, was heute schon über Gestensteuerung möglich ist. Die Diskussion bei Spreeblick zu diesem Thema zeigt, dass die Technik der Gestensteuerung schon verbreiteter ist, als ich zunächst dachte. Dort finden sich spannende weitere Links, u.a. auf ein Video vom Fraunhofer Institut mit einem ehemaligen Kollegen von mir.

Da teilt man glatt die Einschätzung bei Spreeblick: "Fünf Jahre noch, maximal, dann können wir die Wikipedia auf die eigene Netzhaut projezieren." Natürlich nur, wenn Wikipedia dann auch läuft...

Mittwoch, November 05, 2008

Morgenmüdigkeit.

Da war ich beim Frühstück wohl noch nicht ganz wach...


Montag, November 03, 2008

Alexandrinisches Erfolgsmodell

Ich lese gerade die Lebensgeschichten von Alexander und Cäsar von Plutarch (nicht im Original...). Das kleine Büchlein habe ich im letzten Urlaub aus einer Laune heraus im Antiquariat gekauft. Es ist übrigens eine höchst unterhaltsame Lektüre. Ich kann nicht beurteilen, wieviel davon der Übersetzung geschuldet ist, aber  es liest sich sehr "normal". 

Warum eigentlich auch nicht? Auch damals gab es eine Alltagssprache und nicht jedes Dokument war gleich eine Ilias oder eine Odyssee. Und von Alexander soll ein Ausspruch stammen, der heute noch in jedes Management-Seminar über erfolgreiche Geschäftsstrategien passen würde:

"Wisset Ihr nicht, dass, wer sich des Sieges versichern will, das nicht tun darf, was die Überwundenen getan haben?"

Sic.

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Joe die Persona.

Vor zwei Wochen geisterte nach dem dritten Fernsehduell zwischen John McCain und Barack Obama auf einmal Joe der Klempner durch die Medien und wurde weltberühmt. Joe der Klempner wurde über Nacht zur "Symbolfigur für den amerikanischen Mittelstand", sozusagen der neue Durchschnittsamerikaner. Unabhängig von den späteren Enthüllungen über Joe ist mir an der Nummer sofort etwas ganz anderes aufgefallen (konnte es aber nicht posten, weil ich im Krankenhaus lag):

Was McCain da gemacht hat entspricht ziemlich genau einer Methode, die erfolgeich beim Usability Engineering eingesetzt wird, um die Nutzer besser zu verstehen. Dabei geht es aus Entwicklersicht im Kern darum, die Position zu wechseln ("We are not the audience.") und sich konsequent (sic!) in den Nutzer hinein zu versetzen. Und das geht nun mal besonders gut, wenn man diesem einen Namen, ein Gesicht und eine Biografie gibt. Es hilft einfach ungemein, wenn man nicht an eine statistisch-sterile Zielgruppe denkt, sondern an "echte" Personen. Dieser Persona-Ansatz ist eine Methode des User Centered Design (UCD), die ich in Online Projekten bereits mehrfach begleitet habe.

Auch McCain hat erreichen wollen, dass man sich mit einer Person identifizieren kann, um seine Argumentation nachvollziehbar zu machen. Eigentlich gar nicht so dumm. Leider hat das nicht so ganz geklappt, weil Joe der Klempner letztlich doch nicht der Symbolfigur entsprach, die man für diesen Zweck gebraucht hätte.

Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied zu einer Persona. Personas sind KEINE realen Menschen. Dennoch sind sie nicht aus der Luft gegriffen. Sie "stützen sich ... auf quantitatives und qualitatives Datenmaterial (Marktforschungsstudien, Interviews, etc.), und werden ... um narrative Elemente ergänzt, die sie zum Leben erwecken."

Hätte McCain eine "echte" Persona entsprechend der UCD-Methode für seine Argumentation heran gezogen, dann hätte seine Taktik besser funktioniert. Denn dann hätte Joe auf jeden Fall in idealer Weise die Zielgruppe repräsentiert.

Auf der anderen Seite hat es mich gefreut, dass der Persona-Ansatz durch den US-Wahlkampf auf höchster Ebene im Grunde "geadelt" wurde.

Montag, Oktober 27, 2008

Nichts dazu gelernt.

Habe gerade einen meiner ersten (vier Jahre alten) Blogpostings angeklickt. Und was lese ich!? Im Hinblick auf meine aktuelle Situation einen echten Déjà-vu Beitrag. Offensichtlich hatte ich in der Zwischenzeit nichts dazu gelernt. Das muss sich ab sofort ändern! Und aus dem Grund lege ich mich jetzt auch erst mal wieder hin und schone meinen Rücken.

Hallo?! Spricht da wer?!

Unter dem Titel Die Grammatik der Aliens berichtet Telepolis von dem britischen Forscher John Elliott von der Leeds Metropolitan University, der die Sprache von Außerirdischen per Software entziffern will. Im Kern geht es darum, Regelmäßigkeiten in der Sprache zu identifizieren und zu decodieren:

"Um das herauszufinden, soll Dr. Elliotts Programm die Kommunikationsversuche zunächst mit einer Datenbank von 60 unterschiedlichen Sprachen der Welt vergleichen, um zu ermitteln, ob sie eine ähnliche Struktur hat. Der Doktor hält es für wahrscheinlich, dass selbst eine außerirdische Sprache, die auf einer Lichtjahre entfernten Welt entstanden ist, erkennbare Muster aufweist."

Das ganze kommt mir ziemlich hanebüchen vor. Passend dazu habe ich vor einiger Zeit "Die Stimme des Herrn" von Stanislaw Lem gelesen, das sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Lem hat dort schon 1968 sehr treffend die intellektuellen Fallen geschildert, in welche der Mensch tappsen kann, wenn er vermeintlich außerirdische Signale entschlüsseln will.

Und überhaupt Elliott, Elliott... Da war doch was...: "Der 10-jährige Elliott freundet sich mit einem Außerirdischen an, der im Haus von Elliotts Familie Unterschlupf sucht, nachdem er von seinem Raumschiff zurückgelassen wurde, ..."

Na - lieber Dr. Elliott, das erklärt so einiges.

Öööhhh.

Bescheuert, aber irgendwie fällt mir zu der Radiowerbung für die örtlichen Telefonbücher immer ein: "Das Örtliche. Ohne Ö föhlt dör wös."

Sonntag, Oktober 26, 2008

Wo in der Zeit?

Ich weiß ja, dass Werbetexte nicht sinnvoll sein müssen. Aber den aktuellen Claim für den neuen Ford Fiesta finde ich schon selten blöd: "Mitten im Jetzt." Der Spruch ist auch nicht witzig oder doppeldeutig. Der ist einfach nur platt und ohne Pepp. Genauso nichtssagend wie "Rechts vom Gleich" oder "Links vom Gerade." Kein Ruhmesblatt für die Werbeagentur.

Nacktfliegen.

Da ich mich vor einiger Zeit schon mit dem Nacktwandern beschäftigt hatte, komme ich jetzt um das aktuelle Reizthema Nacktfliegen, besser gesagt Nacktscannen nicht herum. Ich bin kein Vielflieger, aber ich kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen, jedenfalls einen bestimmten Teil davon.

Auf den Bildern, die ich bisher dazu gesehen habe, würde ich mich nicht mal selber erkennen. Äußerungen wie "Peepshow" oder "virtueller Striptease", "Wie am FKK Strand" kann ich auch nicht teilen. Ich meine, wer fährt schon auf Röntgenbilder ab?

Ich kann nachvollziehen, wenn das jemand für übertriebenen Kontrollwahn hält und deshalb ablehnt. Ich weiß auch nicht, wie das mit der Strahlenbelastung durch die Geräte aussieht. Das wäre ebenfalls ein valides Argument gegen den Einsatz. Aber die Bilder als solches?! Da halte ich es mit den Niederländern, die das Thema gelassen sehen.

NACHTRAG: Einen weiteren, eher distanzierten Artikel habe ich jetzt auch bei Heise gefunden.

Freitag, Oktober 24, 2008

Wieder da.

Vor einer Woche an zwei Bandscheiben (LW 4 und 5) operiert worden und gestern schon wieder entlassen. Moderne Chirurgie macht's möglich. Jetzt erst mal sechs Wochen strikte Schonung und 4x täglich isometrische Übungen. Danach kann ich mit ambulanter ReHa beginnen und wahrscheinlich auch wieder arbeiten. Ab Januar/Februar bin ich voraussichtlich wieder voll auf dem Damm und kann wieder alles machen (aber langsam anfangen).  Und meinen Rücken muss ich ab jetzt konsequent hegen, pflegen, stärken. Wie sagte der Neurologe: "Sie müssen sich klar sein: Sie sind rückenkrank."  

Dienstag, Oktober 14, 2008

Jetzt aber

So. Morgen 9 Uhr zur Aufnahme nach Bethel Gilead. Glaube nicht, dass ich bis dahin an dieser Stelle noch viel zu sagen habe. Hoffe, dass ich nach spätestens zehn Tagen wieder draußen bin.

Montag, Oktober 13, 2008

Doch noch da

In der Notaufnahme gestern haben sie mich leider nicht gleich behalten. Kein Bett frei und mein Zustand habe sich nicht deutlich verschlechtert. Darum läge keine ausreichende Dringlichkeit für die sofortige Einweisung vor. 

Heute Anruf vom "Case Management" (ja ja - so nennt sich das heute) der Klinik: Aufnahme jetzt Mittwoch 9 Uhr, OP wahrscheinlich Donnerstag. Mist, also noch zwei Tage länger Dauerliegen und Schmerzmittel nehmen, ohne dass sich an meinem Zustand grundsätzlich etwas bessert. Hauptsache jedoch, dass ich die Sache möglichst schnell hinter mich bringen kann.

Auf der Couch rumliegen hab ich mir immer anders vorgestellt. Ich soll möglichst flach liegen und mache das auch weitgehend (sonst Schmerzen). Ich checke zwar ab und zu Mails und schaue mal bei twitter und bleeper rein, aber das war's dann auch. So mit Laptop auf der Brust und verrenktem Hals surft es sich doch nicht so entspannt durch's Web. Und tippen so wie jetzt sollte ich auf diese Weise auch nicht übertreiben. 

Sonntag, Oktober 12, 2008

Ich bin dann mal weg

Werde mich heute Nachmittag ins Krankenhaus begeben. Notaufnahme. Dann krieg ich hoffentlich schnell einen OP-Termin. Abgesehen davon BIN ich ein Notfall. So kann es nicht weiter gehen, Seit 6 Tagen zugedröhnt mit Schmerzmitteln und trotzdem nur im Liegen erträglich. Alternativen zur Bandscheiben-OP in meinem Fall nicht vertretbar, da erhebliches Risiko irreversibler Nervenschädigung mit Lähmungsfolgen.

Das ergeben leider auch alle meine Webrecherchen und Telefonate der letzten Tage. Wenn Bandscheiben-OP, dann bei Indkationen wie bei mir. Darum muss es auch schnell gehen. Tja - da kann ich leider nichts mehr gegen tun.

Im Krankenhaus ist wohl nix mit WLAN oder UMTS. Und Laptop im Krankenhaus?! Lieber nicht. Wird ja auch viel geklaut. Hmm - das wäre ein Fall für ein iPhone? Mal drüber nachdenken. Hab ja jetzt ein wenig Zeit...

Freitag, Oktober 10, 2008

So war das nicht gemeint

Die Zeit seit den Sommerferien war durch einige wichtige Projekte in der Agentur sehr stressig. Vor allem die letzten drei Wochen waren sehr kräftezehrend, zumal ich heftige Rückenbeschwerden hatte. Darum hatte ich die geplanten zwei Wochen Herbstferien echt nötig.

Ich weiß noch, dass ich letzte Woche kurz vor der Abgabe eines besonders wichtigen Angebotes (da hatte ich bereits zwei Tage vom bewilligten Urlaub gestrichen...) im Spaß zu einer Kollegin sagte "Danach kann ich endlich zusammenbrechen." Und was passiert?! Zwei Tage später konnte ich vor Schmerzen nicht mehr sitzen und stehen und die Rückenbeschwerden haben sich als doppelter Bandscheibenvorfall entpuppt, der dringend operiert werden muss.

Na toll - so wörtlich hatte ich das nun nicht gemeint. Das wird einige Wochen dauern, bis ich wieder richtig auf den Beinen sein werde (toller Witz). Und dann muss ich echt was machen, damit ich meine Gesundheit nicht noch weiter ruiniere, z.B. Auszeiten gönnen und Warnzeichen ernst nehmen. So wie jetzt hat keiner was davon.

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Nicht verfügbar

Heute Anruf bei der Service Hotline meiner Krankenversicherung:

"Alle Leitungen sind besetzt. Möchten Sie den Rückruf-Service der Deutschen Telekom nutzen? Dann antworten Sie jetzt mit JA."

"JA."

"Dienst oder Dienstmerkmal sind nicht verfügbar."

Das nenne ich doch mal Kundenservice. Wer hat denn das verbockt? Meine Versicherung oder die Telekom?! "Dienst oder Dienstmerkmal" - das sind doch Ausdrücke aus der Steinzeit der Telefonie, als das noch von der Post gemacht wurde. Klingt demnach so, als ob das doch die Telekom verbockt hat.

Montag, September 29, 2008

Haken dran?

Nachdem ich den Veranstalter meiner gewonnenen Türkeireise am Samstagmorgen (!) nicht erreicht hatte, habe ich es heute - an einem Montag - um 17:30 Uhr versucht:

"Sie rufen außerhalb der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag 9-16 Uhr an."

Hallo?! Haben die es nicht nötig oder ist an dem Gewinn doch ein Haken?!

Samstag, September 27, 2008

Reiseverunstalter für Papua-Neuguinea

Kaum zu glauben, aber ich habe bei einer Umfrage unseres lokalen Energieversorgers ein achttägige Türkeireise gewonnen. Bis zum 02.10. muss ich den Reisetermin entscheiden, doch leider ist da (natürlich) kein Termin in den Schulferien dabei - das passt schlecht für Pia als Lehrerin.

Da ich seit der Benachrichtigung am 22.09. in der Woche absolut keine Zeit hatte, mich darum zu kümmern, wollte ich heute wenigstens am Samstagmorgen mit dem Veranstalter MEIER Reisen telefonisch klären, was man da machen kann. Vielleicht Alternativtermine in den Schulferien gegen Aufpreis oder sowas. Aber: "Sie rufen außerhalb der Geschäftszeiten von Montag bis Freitag an, bla, bla, bla." Samstagmorgen nicht erreichbar. Nicht schlecht für einen Reiseveranstalter.

Witzig übrigens auch eine Passage aus der Reisebeschreibung: "... haben Sie die Möglichkeit ein Bergdorf zu besichtigen, in welchem die Menschen noch unberührt von der Industrialisierung und dem Tourismus leben." Aha. Abgesehen mal davon, dass die Aussage in diesem Satz offensichtlich unsinnig ist klingt das ja so, als besucht man einen Urwaldstamm auf Papua-Neuguinea.

So kann man Reisen auch verunstalten. Trotzdem will ich den Gewinn nicht verfallen lassen. Irgendwas wird da schon gehen.

Donnerstag, September 25, 2008

Nacktwandern?!

Habe gestern in einer Zeitung einen kurzen Beitrag gelesen über Wanderwege für die "kleine Gemeinde der Nacktwanderer". Nacktwanderer?! Es gibt sogar eine eigene Website, die heißt tatsächlich www.nacktwandern.de. Unglaublich. NacktBADEN kann ich ja verstehen, aber NacktWANDERN?! Und dann noch eigene Wanderwege? Damit das nicht falsch verstanden wird: Jeder soll machen, was er will, aber das finde ich schon ganz schön abgefahren.

Lukullische Mashups

Mashups sind im Internet modern, inzwischen allerdings auch im Restaurant immer häufiger. Pizza Gyros oder Bolognese habe ich ja schon öfter gesehen. Der Hammer kürzlich war aber Pizza Currywurst! Hat man da noch Worte?!

Samstag, September 20, 2008

Auf und ab

Mir ist mal wieder klar geworden, wie verschieden die deutsche Sprache mit Bildern umgeht und wie stark eine Bedeutung vom Kontext abhängt.

Wenn etwas bergauf geht, dann ist das eine positive Aussage. Wenn man über'n Berg ist, dann ist das auch ein gutes Zeichen. Allerdings geht es danach ja wohl nur noch bergab. Und das ist eine negative Aussage.

Ist es also gut, wenn man über'n Berg ist? Und ist es unter diesem Aspekt überhaupt erstrebenswert, bergauf zu gehen? Na ja - hängt wohl vom Kontext ab. 

Freitag, September 19, 2008

Ich sehe was, was du nicht siehst

Einen weiteren Schritt in Richtung "Real meets Virtual" bedeutet die Technologie der Sekai Camera. Bei techcrunch gibt es ein Video, dass diese Technologie im Einsatz zeigt.

"The demo starts with a video showing how Sekai Camera uses the iPhone’s camera viewfinder to overlay tags and information from a database onto objects in the real world."

Man schwenkt mit einer Kamera durch die Gegend und bekommt dann zu bestimmten Objekten Infos ins Bild eingespielt. Und wenn man schon Textinfos in reale Liveaufnahmen einblenden kann, dann wird man das auch mit Avataren machen können, die sich dort rumtreiben (ähnlich wie bei weblin auf Internetseiten) und die man zwar "real" nicht sehen kann, aber die ins Bild projiziert werden.

Damit ist man bereits einen Schritt näher an einer Vision, die ich habe. Ich bin überzeugt, dass in einigen Jahren (10? 15?) virtuelle Avatare durch die reale Welt spazieren werden (via 3D Projektion, Hologramme).

Mittwoch, September 17, 2008

Wo ist ROI?

Eine schöne Bemerkung zur ewigen Frage nach dem Return on Investment habe ich im Zusammenhang mit dem ROI von Twitter bei Jeremiah Owyang gefunden:

"What’s the ROI from Twitter? A very difficult question to answer, yet you’ll find the solution if you can also measure: Whats the ROI of a conversation in real life."

Eine sehr gute Frage.

Gretchenfrage

Wenn man in meinem Job nicht ständig am Handy hängt - ist man dann gut organisiert oder ist man unwichtig?

Ein Feld sie zu finden

Alle reden über Sicherheitslücken und -bedenken beim neuen Browser von Google.

Was ich viel spannender finde ist das Prinzip "Ein Eingabefeld für alles." Es wird also nicht mehr zwischen Suchfeld und URL-Eingabe unterschieden, sondern bei Chrome gibt man beides in das gleiche Feld ein. Sehr konsequent. Typisch Google - die machen sowas richtig. Es ist sogar schon vom Ende der URL die Rede.

Also ich habe Chrome noch nicht ausprobiert, weil mir das doch zu sehr Pre-Beta ist. Den Tester will ich nun gerade nicht für Google machen. Aber spannend klingt das schon.

Montag, August 25, 2008

Farbenblind?

"Italienischer Federweißer - rot". Über dieses Flaschenetikett muss ich nachdenken. Prost.

Sonntag, August 24, 2008

Crossmedia Mashups

Habe zwei Posts über interessante aktuelle Entwicklungen gefunden, die verschiedene "Welten" über eine Oberfläche verbinden.

Web und TV: Robert Basic berichtet über Widget-TV, eine geplante Plattform von Yahoo und Intel, "über die man Widgets ins Fernsehbild einspeisen kann."

Web und Desktop: Das Web 2018 wird bei Marketing Welten beschrieben: Mozilla Labs stellt Aurora vor. Ich persönlich glaube, dass wir 2018 weiter sein werden, als dort beschrieben.

Da passt es ja gut, dass ich mich heute ein wenig mit Flock beschäftigt habe, einem Social Web Browser. Erster Eindruck positiv.

Olympia unverbindlich

IOC-Präsident Rogge hat ein positives Fazit der Olympischen Spiele von Peking gezogen: "Die Organisation der Spiele sei makellos gewesen. [...] Die Welt habe mehr über China gelernt und China mehr über die Welt." Schon blöd, wenn man qua Funktion nicht die Wahrheit sagen darf. Da muss man in seiner Wortwahl diplomatisch im Unverbindlichen bleiben.

Sonntag, August 17, 2008

Gib mir die Kugel

Ein interessanter wie naheliegender Ansatz, sich bei User Interfaces von rein zweidimensionalen Oberflächen zu lösen: eine Kugel. Schon cool, was man da bereits heute machen kann. Ich glaube allerdings, in fünf Jahren wird man darüber nur müde lächeln, denn irgendwie wirkt dieses Ding dann doch noch stark im Versuchsstadium.

Zeig Dich

Es gibt einen neuen Online Foto-Service, um mit anderen in Kontakt zu treten. Bei Tuyuan  lädt man Personenfotos hoch und die Software versucht, andere Fotos mit dieser Person innerhalb der Community zu finden. Angeblich eine "interessante Idee, um der Bilderflut Herr zu werden." Warum nur habe ich ein ungutes Gefühl, dass es sich um chinesische Technologie handelt?

Montag, August 04, 2008

Fehler im System

Aufgrund eines lästigen Fehlers in twitter (oder liegt's an twittervision?) werde ich eine zeitlang mal wieder pownce nutzen, auch wenn's dort wohl keiner lesen wird.

Oder auch mal wieder kurze Sachen im Blog posten. Ist schon interessant, dass kurze Mitteilungen, die man früher im Blog gepostet hat, fast alle zu twitter gewandert sind.

Sonntag, Juli 27, 2008

Heil zurück

Die Fahrt gestern von Usedom nach Stade war wegen Rückreiseverkehr sehr zäh (aber immer noch besser als die Gegenrichtung). Heute noch einen Tag bei Verwandten in Stade verbracht (nette kleine Stadt) und gerade heil wieder angekommen (prima durchgekommen).

Freut einen dann doch immer wieder: Unfallfreie Hin- und Rückfahrt (kann ja immer schnell passieren), Haus steht noch, Garten auch noch in voller Blüte (Dank an die Nachbarn). Jetzt erst mal in Ruhe Sachen auspacken, etwas ausspannen und sehen, was die letzte Urlaubswoche noch so bringt.

Samstag, Juli 26, 2008

Von Usedom nach Fredenbeck

So - gleich schnell Sachen packen, frühstücken und Rückfahrt von Usedom. Auf dem Weg werden wir noch Verwandte bei Stade besuchen und eventuell dort auch übernachten.

Hauptsache erstmal wir kommen gut durch. Denn es gibt mindestens zwei Nadelöhre: Runter von Usedom (geht über zwei Hubbrücken bei Anklam oder Wolgast) und dann natürlich Hamburg. Daumen drücken und durch.

Freitag, Juli 25, 2008

Letzter Tag auf Usedom

Heute ist der letzte Ferientag auf Usedom. Schade eigentlich. Heute noch mal wolkenloser Himmel, aber 30°C wie im Binnenland werden es hier sicher nicht, denn seit gestern weht ein sehr stürmischer Wind (Stärke 5) und der kühlt doch stark ab. Immerhin konnte ich gestern abend noch dieses Foto schießen (Sonnenuntergang - der Klassiker, aber immer wieder schön):

Donnerstag, Juli 24, 2008

Early Bird

Heute schon um 6:30 Uhr aufgestanden, um bei Morgensonne einige Fotos von der hiesigen Bäderarchitektur zu machen. Hat sich glaube ich gelohnt. Erster Eindruck:










Ritter Sport

Ich mache hier im Urlaub zwar fast jeden Tag etwas Sport - so auch heute. Aber Abnehmen ist nicht, wenn man gleichzeitig an einem opulenten Ritterbuffet im Wasserschloss Mellenthin teilnimmt.





















Mittwoch, Juli 23, 2008

Achtung - kein Rückgeld!

Gesehen vor einem Geschäft: Ein High-Tech-Postkartenautomat, der über eine Kamera das eigene Foto in eine Postkarte integriert. Habe das Ding nicht ausprobiert, aber es hat über ein Display offensichtlich zahlreiche Einstellmöglichkeiten.

Aber "Achtung - Der Automat gibt kein Rückgeld!" Hallo?! Jeder blöde Zigarettenautomat gibt Geld raus. Da hat doch jemand nicht zuende gedacht - oder?

USP

Immer wichtig, wenn man eine Geschäftsidee hat - das einzigartige Verkaufsversprechen (gesehen an der deutsch-polnischen Grenze zwischen Ahlbeck und Swinemünde):

Alter Glanz und Plattenbauten

Gestern waren wir in Swinemünde (Polen). Das kann man von Ahlbeck aus bequem mit dem Bus erreichen bzw. auch mit dem Rad oder zu Fuß (ca. 5 km Entfernung). Das war Ende des 19. Jahrhunderts (gehörte damals noch nicht zu Polen) der erste Badeort hier auf der Insel, ist aber inzwischen etwas runter gekommen. So kommt es, dass man heute alten Glanz, Plattenbauten und neue Bäderarchitektur nebeneinander sehen kann.





















Blauer Himmel über Usedom

Wer sagt's denn, der Blick aus unserem Urlaubsgarten zeigt einen wolkenlosen Himmel - und es soll so bleiben.

Dienstag, Juli 22, 2008

Postkartenmotive

Das Wetter auf Usedom ist bisher durchwachsen, aber immerhin meistens trocken (und häufig auch sonnig). Außerdem ist es zur Zeit in Deutschland woanders auch nicht besser. Das tröstet.

Wir sind viel auf der Insel unterwegs. Meine Spiegelreflex bleibt wegen des bescheidenen Wetters meistens in der Wohnung oder im Kofferraum, aber auch mit einer Digitalkamera kann man Postkartenmotive schießen:


















Das sieht hier wirklich so aus! Und gleich geht es auf die nächste Tour - diesmal mit dem Fahrrad um den Gothensee.

Montag, Juli 21, 2008

Gegrillte Drogen

Kein Scherz - keine Bildbearbeitung. Aushang eines Kulturvereines hier in Ahlbeck:








Welche Drogen haben die denn auf dem Grill gehabt?!


Samstag, Juli 19, 2008

Denunzianten

Im Radio bringen sie hier regelmäßig Blitzer-Warnungen. Ich verstehe nicht ganz, warum Radiosender das tun. Das heißt, eigentlich verstehe ich es schon: es ist ein Zugeständnis an die zahlreichen Autofahrer unter den Zuhörern. Aber im Sinne von mehr Verkehrserziehung wäre es doch gut, wenn die Autofahrer NICHT wissen, wo geblitzt wird. Und WENN sie schon zu schnell fahren UND erwischt werden, dann sollen sie auch dafür zahlen. Hey - das hat doch auch einen sportlichen Aspekt.

Für mich sind die Blitzerwarnungen ein latenter Aufruf zum Verstoß gegen die StVO, denn sie führen doch nur dazu, dass die Fahrer kurz langsamer fahren und nach der Radarfalle wieder Gas geben. Ein Beitrag zur Verkehrssicherheit ist das nicht. Und darum wundert es mich, dass manche Radiosender das so unverhohlen machen. Es müsste doch im Interesse der Sender sein, als "die Guten" dazustehen. Sonst tun sie doch auch so, als würden sie zur Verkehrssicherheit beitragen. Mich wundert sogar, dass das erlaubt ist, denn eigentlich wird dadurch doch gezielt die Arbeit der Polizei behindert. Entsprechende Radar-Warngeräte sind jedenfalls verboten.

Wenn alternativ ein Sender melden würde, wer gerade wo betrunken mit dem Auto losgefahren ist, dann wäre das Denunziation und er hätte die öffentliche Meinung massiv gegen sich. Das würde in der Tat zu weit gehen, wäre aber ein ähnliches Prinzip nur andersum. Ich jedenfalls bin froh um jeden Raser und jeden Betrunkenen, der aus dem Verkehr gezogen wird.

Dienstag, Juli 15, 2008

Blogosophen

Urlaubszeit - Lesezeit. Die Reise eines Naturforschers um die Welt von Charles Darwin habe ich nun durch. Was mir dabei wieder aufgefallen ist: die Intellektuellen früherer Zeiten haben geschrieben ohne Ende - Tagebuch, Reisenotizen, Briefe, Aufsätze, ...

Ich bin mir sicher, dass vor allem die Philosophen begeisterte Blogger gewesen wären. Und der Gedankenaustausch, den diese Zeitgenossen (Kant, Leibniz, Nietzsche, Goethe und wie sie alle heißen) - teilweise über ihre Briefkorrespondenz hatten, würde heute online über Blogs und eMail abgewickelt. Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal behauptet, dass wir im Zeitalter der Kant'schen Weltbürgergesellschaft leben. Das müsste heutzutage ein wenig wie das Paradies für Philosophen sein.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass die berühmten Philosophen von morgen bereits heute ihre Ideen in der Blogosphäre oder sonstwo im Web entwickeln. Live und für alle sichtbar. Nur - woran erkennt man sie?!

Mondänes Wohnen

Und ich dachte schon, wir wären in unserer Villa Germania mondän untergebracht. Von wegen: Nach einem Spaziergang auf der Strandpromenade zwischen Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin sind die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Hier ein kleiner (!) Eindruck:





























Und mittendrin eine Jugendherberge - auch nicht schlecht.

Montag, Juli 14, 2008

Online Spagat

Die ständige Verfügbarkeit der privaten und beruflichen Netzwerke und Informationen durch WLAN verführt dazu, auch im Urlaub "mal schnell Mails zu checken" oder bei Facebook und Twitter rein zu schauen. Und schwupp - sieht man, wer alles online ist und womöglich, was gerade in Projekten schief läuft. Wie soll man da Abstand gewinnen und sich erholen?!

Auf der anderen Seite finde ich es erholsam, endlich einmal ohne Zeitdruck und konkreten Anlass umsonst und draußen rumsurfen zu können. Ich habe darum zuerst mal den Chat-Status bei Gmail deaktiviert, damit ich wenigstens private Mails checken kann, ohne gleich die halbe Firma online zu sehen. Soweit zum Online Spagat. Und gleich gehe ich an der Ostsee joggen.

Wie zu Kaiser's Zeiten.

Ferienwohnung in einer Gründerzeitvilla, Strandkorb im Garten, 100 m bis zur Ostsee und kostenloses WLAN. Vornehm, vornehm.

Sonntag, Juli 06, 2008

Wahre Schönheit

Gerade bei Basic Thinking einen Beitrag gefunden, der sich auf einen englischen Song Contest aus 2007 bezieht. Dort gab es einen inzwischen legendären Auftritt eines gewissen Paul Potts (schon der Name...). 

Zuerst dachte ich, die ganze Nummer ist ein Fake. War es aber wohl nicht. Das war offensichtlich wirklich so! Und ich gebe es nicht gerne zu, aber ich bin tief beeindruckt. Da zeigt sich mal wieder, dass wahre Schönheit von innen kommt. 

Samstag, Juli 05, 2008

Eigentlich ganz anders

Ist mir ebenfalls heute im Radio aufgefallen: Udo Lindenberg & Jan Delay "Ganz anders". Die Textzeile "Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur viel zu selten dazu." finde ich richtig Klasse und habe sie für "typisch Udo Lindenberg" gehalten. 

Und bei ein wenig Recherche stelle ich fest, das Zitat stammt von Edmund Josef von Horváth (bekannt als Ödön von Horváth) einem bedeutenden österreichisch-ungarischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Na ja - das macht den Spruch ja nicht schlechter.

Abseits!

Eine sehr griffige Defintion der "Abseits-Regel" im Fußball habe ich heute morgen im Radio in einem Special zum 25. Todestag von Hennes Weisweiler gehört:

"Abseits ist, wenn das blonde A...loch [gemeint ist Günter Netzer] mal wieder nicht rechtzeitig abgespielt hat." (Hennes Weisweiler)

Sonntag, Juni 29, 2008

Es kommt drauf an

Im Umfeld so einer Fußball-Europameisterschaft hört man ja immer wieder merkwürdige Interview-Äußerungen. Eine sehr erhellende Prognose zum Finale Deutschland : Spanien machte gestern ein Fan in einer Schalker Kneipe:

"Deutschland gewinnt 1:0 oder 2:0. Es kommt drauf an."

Ein Mensch mit hoch differenzierter Urteilskraft.

Donnerstag, Juni 26, 2008

Einladung abgelehnt

Im EM-Halbfinale hat die türkische Mannschaft die Einladung der Deutschen zum Erreichen des Finales offensichtlich abgelehnt.

Mittwoch, Juni 25, 2008

Gemütliche Videos

Es ist schon interessant, wie fundiert manche Firma gegründet wird. Gerade im Web gefunden (wo ist ja egal):

"Ich habe mal gelesen das Video das beste medium online sein soll. Da es die Leute in allen Altersgruppen anspricht. Außerdem ist es sehr gemütlich. Ich habe selber sehr gute Erfahrung mit online Videos gemacht. Weswegen ich eine Firma gegründet habe welche genau dies anbietet."

"...sehr gemütlich" - so, so. Aber immerhin geschäftstüchtig, der Kollege.

Dienstag, Juni 24, 2008

Schwarzes Schaf

Ich glaube , ich hatte gerade auf der Rückfahrt von der Arbeit eine richtig gute Idee für einen Bilderwitz. Und der geht so:















Ich habe auch kurz recherchiert (Google Bildsuche), aber diese Variante nirgends gefunden. Darum: Idee von mir, das Originalbild von hier.

Samstag, Juni 21, 2008

Sonntag, Juni 01, 2008

Live Avatare

Die Entwicklung war abzusehen: irgendwann werden wir per Hologramm miteinander kommunizieren können. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es schon Realität ist:
World’s first Live Holographic Video Feed.

Und ich behaupte weiterhin, dass in naher Zukunft virtuelle Avatare frei durch die Gegend laufen werden. Die Technik dazu gibt es offensichtlich bereits in ersten Ansätzen.

Samstag, Mai 24, 2008

Warum Kernkraftwerke unsicher sind

Als wir gestern abend auf einer Kneipen-Terasse auf's Essen gewartet haben, ist mir an einem benachbarten Haus dieses Werbeschild aufgefallen.










Eine interessante Formulierung, zu der mir drei mögliche Auslegungen einfallen:
  1. "Damen und Herren" werden wie "Leder- und Pelzbekleidung" als Klamotten behandelt und in dieser Schneiderei geändert.
  2. "Leder- und Pelzbekleidung" werden wie "Damen und Herren" als Kunden interpretiert. Da stellen sich gleich weitere Fragen: Wie begrüßt man Leder- und Pelzbekleidung!? Und was wollen die wohl geändert haben?
  3. In dieser Änderungsschneiderei werden nicht nur Klamotten für Damen und Herren geändert, sondern man kann dort auch Leder- und Pelzbekleidung erhalten.
Vermutlich hat der Schöpfer dieses Schildes NICHTS davon gemeint. Ich weiß, dass die Welt größere Probleme hat als ein verkorkstes Werbeschild. Vielleicht aber auch nicht: Wenn man mit nur neun Worten auf einem stinknormalen Werbeschild so einen Unfug schreibt, wie sollen da unsere Kernkraftwerke sicher sein?!

Sonntag, Mai 11, 2008

Gesungene Freiheit

Vor einigen Tagen habe ich nach Jahren mal wieder in eine CD von Georg Danzer reingehört. Hatte fast vergessen, dass ich die habe. Musikalisch gefiel mir von den österreichischen Liedermachern der späten 70er und der 80er immer Wolfgang Ambros besser, aber auch Georg Danzer hat gute Texte geschrieben. Das fiel mir besonders bei dem Lied Die Freiheit wieder auf. Dort wird die Freiheit im Zoo ausgestellt und davor steht ein grimmin drein schauender Wärter:

---Snip---
Ich fragte ihn: „Wie heißt denn dieses Tier?“
„Das ist die Freiheit!“ sagte er zu mir.
Die gibt es jetzt so selten auf der Welt,
Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt.

Ich schaute und ich sagte: „Lieber Herr,
Ich seh ja nichts, der Käfig ist doch leer.“
„Das ist ja grade,“ sagte er, „der Gag;
Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg.“

Die Freiheit ist ein wundersames Tier
Und manche Menschen haben Angst von ihr.
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein,
Den nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein.
---Snip---

"Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg." Das ist doch mal auf den Punkt gebracht! Besser und kürzer kann man das Wesen der Freiheit kaum beschreiben.

Ähnlich kurz, aber aus einer anderen Sicht beschreibt Janis Joplin die Freiheit in Me and Bobby McGee: "Freedom's just another word for nothing left to loose".

Und bei dem Wort Freiheit darf der legendäre Auftritt von Richie Havens in Woodstock nicht fehlen. Ganz großes Kino!

Samstag, April 26, 2008

Tollpatsch in Deutschland

Ich habe bereits häufiger im privaten Umfeld über den Gebrauch vermeintlicher Fremdworte im Deutschen diskutiert. Da geht es natürlich immer wieder über das viel genutzte "Denglisch" und den Verfall der deutschen Sprache. Dahinter steht in meinem Bekanntenkreis kein national politischer Chauvinismus, sondern eine kulturell sprachliche Einstellung.

Meine Einstellung dazu ist ganz klar: Sprache hat sich immer an die Lebensumstände angepasst und wird das auch weiterhin tun. Wenn das nicht so wäre, dann würden wir immer noch reden und schreiben wie vor 100 Jahren (200? 300? 500?). Künstliche Schranken gegen das "Eindringen" neuer Worte und Sprachformen funktionieren sowieso nicht. Wer soll denn bestimmen, welche Worte wie und wann und wie lange korrekt sind? Selbst der Duden nimmt immer neue Worte in den Sprachschatz auf.

Ich habe mal gelesen, dass es etwa 300.000 Worte mit "Migrationshintergrund" in der Deutschen Sprache gibt. Viele erkennen wir gar nicht mehr als "eingedeutscht". Da passt die Meldung Das beste eingewanderte Wort sehr gut:

"Sobald von eingewanderten Wörtern die Rede ist, denkt der eine oder andere gleich an einen drohenden Verfall der deutschen Sprache", sagt Katharina von Ruckteschell, Leiterin der Sprachabteilung des Goethe-Instituts. Gerade deshalb rief das Institut einen Wettbewerb aus - auf der Suche nach dem "besten eingewanderten Wort", dem schönsten Wort mit Migrationshintergrund. [...] Der Gewinner steht jetzt fest: "Tollpatsch", aus dem Ungarischen ins Deutsche eingewandert, überzeugte die Jury am meisten."

Die Idee mit diesem Wettbewerb finde ich richtig Klasse. Ich hätte auch nicht gedacht, dass Tollpatsch KEIN deutsches Wort ist. Und ich denke, das wissen auch die meisten nicht, die über die Verwendung "fremder Ausdrücke" im Deutschen lamentieren.

Freitag, April 25, 2008

Geiz war geil

Ich wundere mich ein wenig, dass keine Welle der Empörung wegen der "Jetzt kann sich jeder alles leisten"-Kampagne vom Mediamarkt entstanden ist. Das ist zwar nicht der neue Claim. sondern nur eine Kampagne, aber m.E. moralisch "problematischer".

Immerhin hält man beim Geiz die Kohle zusammen. Bei der "Null-Prozent-Finanzierung für alles" wird sich dagegen so mancher übernehmen. Ist mir persönlich auch egal. Geld raus hauen ist halt gut für die Wirtschaft.

Gleichstellung am Telefon

In Essen habe ich in einer Kneipe dieses Schild gesehen. War das der Gleichstellungsbeauftragte?

Sonntag, April 13, 2008

Energie Visionen

Jetzt sind wir schon zwei Wochen aus dem Osterurlaub (Spanien/Andalusien) wieder da und ich habe noch keine Zeile geschrieben. Vom Urlaub selber zu schreiben macht inzwischen auch schon keinen Sinn mehr. Fast schon verjährt. Die sieben Tage waren jedenfalls sonnig und warm (20°C +) im Vergleich zu den Oster-Temperaturen in Deutschland.

Eine Sache möchte ich aber doch loswerden, die mir seit dem Abflug durch den Kopf geistert. Schon beim Anflug auf den Flughafen Almeria fallen einem die Gewächshäuser in dieser Gegend auf. Über Quadratkilometer nur Gewächshäuser!















Aus dieser Region Spaniens heraus wird im Winter praktisch ganz Europa mit Gemüse versorgt. Das verschandelt zwar die Landschaft, aber ohne diese Gewächshäuser wäre da auch nur Wüste. Und wirklich schön ist diese Gegend auch ohne Gewächshäuser nicht. Das ist aber gar nicht das Thema und das habe ich nicht weiter hinterfragt.

Der Punkt ist, dass diese Gewächshäuser im Sommer nicht bewirtschaftet werden und leer stehen. Dann ist es dort einfach zu heiß und im Sommer kann Resteuropa auch auf den heimischen Feldern produzieren. Da fällt der dann Standortvorteil für eine Produktion in diesen Gewächshäusern weg. Und jetzt meine Vision:

Da stehen im Sommer Millionen Kubikmeter heiße Luft in diesen leeren Gewächshäusern nutzlos rum (und Rest des Jahres ist dort ebenfalls jede Menge warme Luft). Da muss doch was gehen in Sachen Energiegewinnung:
  • Die Treibhäusern über Rohre unter der Decke miteinander verbinden.
  • An zentralen Stellen Kamine (Schlotwirkung) zwischen die Treibhäuser bauen und mit den Rohren verbinden.
  • Dadurch wird ein Luftstrom erzeugt und in den Kaminen an Wärmeaustauschern oder Turbinen vorbeigeleitet.
  • Die Energie muss man dann "nur noch" speichern und verteilen.
Das ist vielleicht etwas naiv beschrieben, aber die Treibhäuser stehen sowieso dort rum. Das heißt, die wichtigste Infrastruktur zum Auffangen der warmen Luft (=Energie) ist bereits vorhanden. Warum sollte man die nicht das GANZE Jahr sinnvoll nutzen?! Nach meiner Einschätzung müsste das sogar mit relativ wenig Aufwand zu installieren sein, ohne die Pflanzenproduktion zu behindern. Der Knackpunkt wird die Energiespeicherung sein.

Ich habe diese Idee mal beim Kaffeetrinken bei einem Freund lanciert, der bei einem weltweit tätigen Unternehmen für Gebäudehüllen für den südeuropäischen Raum zuständig ist. Mal sehen, was daraus wird. Es darf dann aber von den Spaniern nicht so umgesetzt werden wie auf diesem Bild beim Austausch einer Stranddusche (einer arbeitet, vier stehen rum):

Dienstag, März 11, 2008

Macht keinen Sinn

Ich habe in der letzten Zeit einige Male mit Bekannten teilweise sehr engagiert über Sinn und Unsinn von bestimmten Redewendungen debattiert. Dazu gehörte auch das bekannte Beispiel "macht Sinn" oder "macht keinen Sinn". Korrekt muss es eigentlich heißen "sinnvoll" oder "nicht sinnvoll", denn Sinn kann man nicht "machen" (im Sinne von "herstellen"). So lautete die einhellige Meinung.

Ich persönlich finde es NICHT schlimm, wenn man sagt, etwas "macht Sinn". Das hat sich dermaßen im Sprachgebrauch eingebürgert, dass ich es für sehr abgehoben und realitätsfremd halte, wenn man da philosophisch ran geht. Außerdem: wenn man schon so grundsätzlich diskutiert, dann frage ich mich, wie etwas "voller Sinn" sein kann. Sind sinnvolle Dinge denn Gegenstände, in die man Sinn reinkippen kann? Wie soll denn das gehen?

Nun gut. Ich habe das mal recherchiert und tatsächlich bei Wikipedia einen Beitrag gefunden, der sich mit dieser Frage beschäftigt. Auch dort wird auch argumentiert, dass man Sinn nicht "herstellen" kann. Ich kann der Argumentation dort sogar folgen. Allerdings: Wenn man keinen Sinn machen kann, dann kann man aber auch mit Berechtigung sagen, etwas mache keinen Sinn. Diese Aussage ist nach der Argumentation immer richtig.

Ergo: Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, über diese Trivialitäten nachzudenken, aber es macht keinen Sinn, darauf zu bestehen, dass diese Redewendung falsch ist. Diskussionen auf dem Niveau führen nicht wirklich weiter, wenn es um den alltäglichen Sprachgebrauch geht.

Alles klar?!

Montag, März 03, 2008

Aus 1 mach 3

Gehört in einer Radiowerbung für REWE-Bioprodukte: "Vielfalt, Auswahl, Abwechslung." Es ist klar, dass Werbung die Dinge ausschmückt und übertreibt. Aber selten habe ich eine derart einfallslose Vorteilsargumentation gehört. Und irgendwie auch ganz schön unverschämt. Wenn man die Leute schon für dumm verkauft, dann bitte etwas mehr Mühe geben.

Freitag, Februar 29, 2008

Clever gemacht

Ich verlinke nur selten auf Videos bei YouTube, die regelmäßig durch die Blogosphäre und die Online Medien geistern. Oft ganz lustig, aber oft auch an der Grenze zum Spam. Heute mache ich mal eine Ausnahme, weil das wirklich sehr erstaunlich finde:

"Researchers at the Max Planck Institute in Germany capture a chimpanzee's ingenious efforts to get unreachable peanuts out of a tube."

Anklicken und Staunen.

Sonntag, Februar 24, 2008

Lesetipp

Nach längerer Zeit mal wieder ein Lesetipp: Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier (bzw. Peter Bieri). Ein Buch zum Entschleunigen und sprachlich ein Genuss. Auch DIE ZEIT hat über das Buch geschrieben.

Donnerstag, Februar 21, 2008

Mich laust der Affe

Gerade lief - zur besten Sendezeit - diese unsägliche trigema Werbung mit dem Schimpansen. Gibt es eigentlich IRGEND EINEN nachvollziehbaren Grund, dass der Affe dort auftritt? Wo ist da die Pointe?! Das ist doch TOTAL BESCHEUERT! Das kann doch nur heißen "Nur Affen kaufen trigema." Das habe ich noch nie verstanden, warum sich trigema diesen bekloppten Spot hat andrehen lassen. Soviel Geschmacksverirrung kann es eigentlich gar nicht geben. Na ja. Wohl doch.

Sonntag, Februar 17, 2008

Curry Kult

Als Botschafter des guten Geschmacks muss ich eine Entdeckung weiter geben, die ich jetzt am Wochenende in Berlin gemacht habe: Curry 36 (Nähe U-Bahn-Station Mehringdamm). Nach der Aussage eines Taxifahrers eine der drei besten Currybuden in Berlin.

Ich kenne die beiden anderen Buden nicht, aber Curry 36 ist RICHTIG gut. Und offensichtlich auch Kult, denn dort ist Tag und Nacht was los (angeblich bis 5 Uhr). Dabei haben die nur Straßenverkauf. Tja - richtige Marken funktionieren auch im Kleinen. Und so sieht das dann aus:

Donnerstag, Februar 14, 2008

Der User ist das Publikum

Bei Spiegel Online wird über eine Studie bei Online Communities berichtet: Was Netz-Nutzer wirklich wollen. Wesentliche Erkenntnisse:

"Im Netz gibt es ein Überangebot von allem. Nur keiner nutzt es wirklich. [...} Was Portalbetreiber für wichtig halten, ist den Nutzern oft schnurz - und umgekehrt. [...] Ignoriert werden vor allem Zusatzangebote, die mit der Kernfunktion der jeweiligen Webseite wenig zu tun haben. "

Dagegen steht das Sicherheitsbedürfnis ganz weit oben und die Nutzer suchen eher nach bekannten Freunden (aus der Offline Welt) als nach neuen Bekannten. 

Ich glaube, dieser Aspekt "Bekannte(s) suchen" ist auch ein Grund dafür, dass neue Social Networking Plattformen es schwer haben werden. Die Leute bleiben bei den paar etablierten Anbietern, die sie kennen und haben keine Lust, für den gleichen Zweck auf einer anderen Plattform neu anzufangen. Selbst Google gewinnt mit Orkut kein Land (ich selber hatte fast vergessen, dass ich dort angemeldet bin).

Chancen auf erfolgreiche neue Social Networks wird es erst dann geben, wenn man auf neuen Plattformen eben NICHT von vorne anfangen muss. Und das bedeutet, dass man über Standardschnittstellen und Webservices überall auf seine Web Identity und sein etabliertes Netzwerk zurückgreifen kann. Also all das, was in Richtung OpenID geht.

Darüber hinaus bestätigt diese Studie (wobei ich nicht weiß, WIE fundiert sie ist), wie sinnvoll die Methode des User Centered Design bei der Entwicklung von interaktiven Systemen ist. Denn: Der USER ist das Publikum.

Donnerstag, Januar 31, 2008

Heute nicht getwittert

Heute ist twitter ständig down. Ob das damit zu tun hat, dass immer mehr Leute diese Plattform nutzen und das System an die Grenzen kommt? Ich bin selber überrascht, wie schnell ich diese Form der Kommunikation zu schätzen gelernt habe. Obwohl ich es eigentlich nur ausprobiert hatte, um es doof zu finden.

17 Ways You Can Use Twitter weist auf praktische Einsatzmöglichkeiten von twitter hin. Und in einigen Unternehmen (Beispiel hier), in denen die Leute häufig geographisch verstreut arbeiten, wird twitter bereits als Kommunikations- und Synchronisationskanal intensiv genutzt.

Diese Art der Kommunikation hat auch eine stark emotionale menschelnde Komponente, die mich stark an die Stimmfühlungslaute der Graugänse bei Konrad Lorenz erinnert. Und das ganze Gezwitscher bei twitter erfüllt ja auch einen ähnlichen Zweck.

Sonntag, Januar 27, 2008

Humor-Spagat

Gestern abend zuerst Atze Schröder Mutterschutz live gesehen, danach im Fernsehen Charles Chaplin Der große Diktator. Humor hat eine große Bandbreite.

Freitag, Januar 25, 2008

Jedem, was er verdient

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell im weiteren Sinne auf das Thema Zivilcourage zurück komme. Anlass ist ein Leserbrief von Burkhard M. , Oerlinghausen, zum Thema "Koch entfacht Streit um Ausländer" in der Neuen Westfälischen von heute.

Ich habe mich über diesen Leserbrief tierisch aufgeregt. Zuerst einmal schlägt Burkhard M. ernsthaft vor, Täter im Knast per Webcam beobachten zu können. Opfer umsonst, übrige Bürger zahlen dafür eine Gebühr. Einnahmen gehen an die Opferhilfe. Nun gut - Herr M. kann über das Thema denken und schreiben, was er will. Aber bei einem weiteren Vorschlag von ihm hört der Spaß auf: "Die Möglichkeit, dem Verbrecher per Mausklick einen kostenpflichtigen Stromstoß versetzen zu können, dürfte die Schadensregulierung dramatisch beschleunigen."

Ich frage mich, ob das jemand in der NW-Redaktion aufmerksam gelesen hat. Das ist der Ruf nach Lynchjustiz! Ich vermute, diese Äußerung ist nicht strafbar, aber für mich ist das ein klarer Angriff auf geltendes Recht. Vor diesem Hintergrund wird auch seine in anderem Zusammenhang benutzte Formulierung "knüppelharte Erziehungscamps" eindeutig.

Herr M. fragt an einer Stelle "wer könnte dagegen etwas haben?". Nun - ICH habe etwas dagegen und habe darum sowohl der NW als auch dem besagten Herrn M. (steht im Telefonbuch) einen Brief geschrieben. Damit will ich übrigens NICHT behaupten, ich hätte besondere Zivilcourage bewiesen (da gehört schon mehr zu). Doch ich hoffe, dass viele Menschen sich so einer Geisteshaltung entschieden entgegen stellen.

Mit der Einstellung von Burkhard M. ist es sicher hart, in einem Land leben zu müssen, das Lynchjustiz und Folter verbietet. Aber wie schreibt er selber so schön: "Jedem, was er verdient."

Sonntag, Januar 20, 2008

Zivilcourage zeigen

Zu der aktuellen Gewalt-Debatte fällt mir an dieser Stelle nichts Sinnstiftendes ein. Aber ich weise gerne auf einen Artikel bei Spiegel Online hin, den ich für nützlich halte: Herausforderung Zivilcourage. Was tun, wenn die Schläger kommen? Je mehr Leute sich im Falle eines Falles dazwischen stellen, um so besser.

Bei Markus Breuer habe ich soeben ein weiteres Beispiel für seltsame Gedanken-Auswüchse gelesen, die für mich im weiteren Sinne zu dieser Thematik gehören, auch wenn es dort nicht direkt um Gewalt geht: eine CDU Provinzgröße will das Wort 'Scheißdeutscher' als strafbar erklären und Markus fragt sich, "ob die Benutzung des weit häufiger verwendeten 'Scheißtürke' dann wohl auch strafbar wird".

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man drüber lachen. Aber irgenwie bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

Samstag, Januar 19, 2008

Konkurrenzloser Wegweiser

Heute gesehen in der Werbeanzeige eines Möbelhauses: "XYZ-Straße, direkt neben IKEA". Zugegeben haben die beiden Unternehmen jeweils eine andere Zielgruppe, aber bemerkenswert finde ich das trotzdem. Das heißt doch nur, dass dieses Möbelhaus in IKEA keine Konkurrenz sieht.

Das mag auf der einen Seite mit dem Selbstvertrauen des fraglichen Möbelhauses zu tun haben oder - das glaube ich in diesem Zusammenhang - IKEA IST für dieses Möbelhaus einfach so unerreichbar konkurrenzlos, dass man es getrost als Wegweiser benutzen kann.

OpenID? Ich noch nicht.

Eine der wichtigsten Entwicklungen im Internet in den nächsten fünf Jahren wird das Thema WebIdentity sein. Schon länger ist von OpenID die Rede und so allmählich tut sich wieder etwas in dieser Richtung bei den großen Anbietern, wie bei mrtopf zu lesen ist. Im agenturblog gibt es mehr Infos zum Thema. Und auch bei Robert Basic geht es in ähnlicher Form um Personalisierung im Web - er spricht im Zusammenhang mit Online Netzwerken vom Personen-Layer.

Obwohl ich diese Entwicklung sehr begrüße und für unausweichlich halte, bin ich selber noch sehr zurückhaltend, die vorhandenen Modelle ernsthaft zu nutzen. Ich werde sie allenfalls erst mal zum Rumspielen ausprobieren - sofern und soweit das geht. Denn es ist ja Sinn der Sache, DASS man seine tatsächliche Identität dort authentifiziert. Ich traue der Sache noch nicht, das ist mir zu heikel. Standards und Sicherheit sind mir noch zu sehr im Versuchsstadium. Ich gehöre halt nicht zu den early adapters, werde die Entwicklung aber mit Interesse verfolgen.

NACHTRAG: Gerade frisch rein gekommen - auch Robert Basic äußert sich hier zu den aktuellen Entwicklungen zum Thema OpenID und spricht auch meine Befürchtungen an.

Ein Fall für die Design-Polizei?!

Vor kurzem konnte man ja die SinnerSchrader Website mit einem neuen Ansatz bestaunen. Wie schon gesagt - ich finde das gut.

Übertroffen wird dieser Ansatz zur Reduktion jedoch von Jung von Matt Schweden (gefunden über Marketing Blog). Der ganze Auftritt besteht aus 9 Fotos bei Flickr, es gibt nicht einmal mehr ein eigenes Menü. Nichts. Nada.

Ich sehe darin eine neue Entwicklung und das Abschneiden alter Zöpfe. Von solchen "Experimenten" werden wir demnächst noch mehr sehen. Wie ratlos allerdings selbst ein Art Director von SinnerSchrader solchen Ansätzen gegenüber steht, kann man hier lesen. Dabei ist dem guten Kollegen Matt Balara ein gewisser Design Purismus nicht fremd, wenn man sich seinen Blog anschaut: "naked relaunch". Schöner Gruß von Jakob Nielsen.

Ich bin ja mal gespannt, wie dieses Thema in unserem internen Agentur Blog diskutiert wird, auf den ich leider hier nicht verlinken kann. Vielleicht werden unsere Kreativen ja der Design Polizei beitreten!? Ich sehe schon alle rum rennen und Labels aufkleben: "Severe lack of creativity".

Donnerstag, Januar 17, 2008

Morgengrauen

Morgenstund
hat Gold im Mund.
Spät erst ruhn
und früh was tun
ist ungesund.

Dienstag, Januar 15, 2008

Gesundheit!

Ich habe gestern bei TELEPOLIS gleich mehrere interessante Beiträge zum Thema Gesundheit gelesen, die ich hier mal zum besten gebe.

Beruhigend:
"Mäßiger Alkoholkonsum senkt Herzinfarktrisiko und Sterblichkeit. Nach einer dänischen Langzeitstudie ist die Kombination von regelmäßigen Alkoholkonsum und sportlicher Betätigung am besten." Mehr hier.

Auch gut:
"Kognitive Leistungen nehmen nicht mit zunehmendem Alter ab. Nach einer Langzeitstudie bleibt die Intelligenz zumindest bis ins mittlere Alter stabil." Mehr hier.
Bloß - was bedeutet "bis ins mittlere Alter"...

Aufpassen:
"Vier Verhaltensweisen, die das Sterberisiko vervierfachen. Wer vier Verhaltensregeln befolgt, gewinnt gegenüber den Gesundheitssündern im Hinblick auf das Sterberisiko 14 Lebensjahre." Mehr hier.

Wenn's sein muss:
"Wissenschaftler konnten mit Stammzellen neues Herz im Labor schaffen. Die Wissenschaftler hoffen, mit ihrer Methode irgendwann Ersatzorgane züchten zu können." Mehr hier.

Und zum Schluss...
... kann man seinen Todestag berechnen (gefunden bei Ehrensenf). Ich hab's lieber nicht ausprobiert.

Sonntag, Januar 13, 2008

Sic transit gloriam mundi















Erkannt?! So sieht er aus - der entkernte Palast der Republik.

Esskultur

Kleider machen Leute und Worte machen Speisen. Gestern in Berlin auf einer Speisekarte gesehen: "Riesen-Currywurst an Pommes frites."

Na - wer sagt's denn?! Und ich dachte immer, ich wäre ein kulinarischer Banause.

Freitag, Januar 11, 2008

Social Networks aktuell

Robert Basic hat gerade zwei sehr lesenswerte Artikel über Social Networking geschrieben. Ich kann nicht so profund über dieses spannende Thema schreiben wie er und nehme mir auch nicht die Zeit dafür. Aber WENN, dann hätte ich es ähnlich geschrieben. Also - zu lesen hier und hier.

TAO. Hingehen.

Haben uns gestern TAO - Die Kunst des Trommelns angeschaut. Wirklich sehenswert und erstaunlich, wie diese Truppe über 1.5 Stunden so perfekt bis auf den Bruchteil einer Sekunde harmoniert. Optisch und akustisch ein Erlebnis.

Dienstag, Januar 08, 2008

Alles Amateure

Gerade im Autoradio gehört: "Was das Leben betrifft, sind wir alle Amateure." (Heinz Rudolf Kunze in Draufgänger). Sic.

Montag, Januar 07, 2008

Reclaim your life

Passend zum Thema Leben oder Arbeiten habe ich bei lifehacker einen Artikel gefunden, der Tipps zum selbstbestimmten Umgang mit all den elektronischen Gadgets gibt.

Sonntag, Januar 06, 2008

Kant'sche Weltbürgergesellschaft und Web 2.0

Ich weiß auch nicht warum, aber in letzter Zeit habe ich es mit den Philosophen. Zur Zeit lese ich die Biographie Kants Welt. Und bei den Ausführungen zu Kant's Ansatz über die "Weltbürgergesellschaft" (S. 202) ist mir aufgefallen, dass wir diesen Zustand im Zeitalter des Web 2.0 erreicht haben:

"Unter dem öffentlichen Gebrauch seiner eigenen Vernunft versteht Kant dagegen, [...] was der Mensch als vernünftiges Wesen einem Publikum mitteilen kann, das nicht begrenzt ist. Letztlich ist es die universale "Weltbürgergesellschaft", vor der sich der öffentliche Vernunftgebrauch in voller Freiheit zu entfalten vermag. Denn es ist, Kant zufolge, das uneingeschränkte Recht, ... zu seinem eigenen Publikum, "nämlich der Welt" zu sprechen und sich dabei nur seines eigenen Verstandes ohne Leitung durch religiöse, staatliche oder militärische Vormünder zu bedienen."

Ich kann den Begriff Web 2.0 eigentlich nicht mehr hören. Aber wer hätte gedacht, dass gerade dadurch das hehre Menschenbild des alten Kant zur Wirklichkeit wird?

Aktuelle Kinoempfehlung

Ich war auch mal wieder in Kino und habe eine echte Empfehlung: Keinohrhasen. Witzig, leicht und durchweg höchst unterhaltsam. Jürgen Vogel hat am Anfang und zum Ende hin einige Kurzauftritte in dem Film. Alleine für diese paar Szenen lohnt sich der Film fast schon. Hat der eine Präsenz! Mehr verrate ich nicht.

3D - wii das!?

Über einen Artikel bei mrtopf bin ich auf das Projekt Head Tracking for Desktop VR Displays using the Wii Remote von Johnny Chung Lee gestoßen.

Mir ist hier weniger der mögliche Einsatzbereich bei Second Life eingefallen. Der Beitrag hat mich vielmehr in meiner Einschätzung (hier und hier) bestärkt, dass sich Navigationsoberflächen schrittweise vom Bildschirm lösen werden und 3D Effekte im Raum erzeugen. In diesem Fall wird das bereits durch eine verblüffend einfache Technik realisiert:
  • eine handelsübliche Wii, kreativ eingesetzt
  • ein handelsüblicher Fernseher
  • eine etwas umgebaute Sonnenbrille (eine Baseballkappe tuts auch)
  • ein kleines Programm
Fertig ist der 3D-Effekt! Einfach mal reinschauen. Die spannenden Effekte fangen etwa ab der Mitte des Videos an.

Samstag, Januar 05, 2008

Leben oder Arbeiten?

Meine Anmerkungen über die tägliche Fahrzeit zur Arbeit berühren ein Thema, über das vor kurzem ein längerer Beitrag in der ZEIT erschien: Es geht um "Leben und Arbeiten".

Die zentrale These dort lautet "Wir bleiben nur wettbewerbsfähig, wenn wir lernen, Leben und Arbeiten besser miteinander zu verbinden."

Erst einmal: Diese Alternative ist keine, denn sie stellt ganz unterschiedliche Kategorien gegenüber. Die Alternative zu Leben ist Nicht-Leben (dieser Zustand ist als Tod relativ eindeutig) und die Alternative zu Arbeit ist Nicht-Arbeit (dieser Zustand ist überhaupt nicht eindeutig). Wir leben ja auch bei der Arbeit. Da muss man nichts miteinander verbinden. So viel Wortklauberei muss sein.

Aber gerade die (falsch verwendete) kategorische Gegenüberstellung von Leben und Arbeit zeigt, welche zentrale Bedeutung Arbeit in unserem Leben hat. Doch wie sieht eine optimale Integration von Arbeit in das persönliche Leben aus? Grundsätzlich geht es um die Balance zwischen zwei extremen Arbeitsmodellen:
  1. Feste Arbeitszeit und meistens auch fester Arbeitsort. Klare Trennung von Arbeitszeit, Arbeitsort und Nicht-Arbeitszeit, Nicht-Arbeitsort. In der Nicht-Arbeitszeit nicht für den Job (z.B. Firma, Kunde) erreichbar.
  2. Flexible Arbeitszeit und oft auch flexibler Arbeitsort (Home Office, beim Kunden). Unscharfe Trennung von Arbeitszeit und Nicht-Arbeitszeit. Hohe Erreichbarkeit für den Job (z.B. Firma, Kunden)
Meine persönliche Bewertung dieser beiden Modelle geht ein wenig hin und her. Modell 1 ist in meinem Job eigentlich nicht möglich und entspricht auch nicht meinen Ambitionen. Darum ist schon aufgrund meiner Tätigkeit die Balance ganz klar zum Modell 2 verschoben. Und besonders die vernetzte Kommunikation und das überall-jederzeit-fast-alles-machen-können haben schon ihren Reiz. Einen extremen und neuen Weg geht dabei amerikanische Elektronikkette Best Buy. Dort gibt es überhaupt keine festen Arbeitszeiten mehr.

Trotzdem sehe ich auch die Gefahren für Leib und Sele, wie sie auch in dem ZEIT Artikel beschrieben werden. "Statt Erleichterungen zu bringen, wie versprochen, haben Computer und Kommunikationsgeräte die Probleme noch verschärft. Die wired workers, so hat sie der britische Soziologe Anthony Giddens einmal genannt, kämpfen gegen Datenfluten. Sie haben Geräte in den Taschen, die sie rund um die Uhr erreichbar machen und die auch noch ständig piepen. " [...] Wir sind in den vergangenen Jahren alle ein bisschen crazy geworden [...] haben eine Welt geschaffen, in der wir nicht mehr leben können. Gestresste Menschen. Überstimuliert. Ausgelaugt. Weit entfernt von der »kreativen Befindlichkeit«, die eigentlich alle anstrebten."

Es gehören Souveränität und persönliche Emanzipation dazu, auch mal zu sagen "Schluss jetzt." Darum sind meiner Meinung einige Elemente aus dem Modell 1 durchaus sinnvoll. Wieviel davon jemand braucht, muss jeder mit sich selber abmachen. Und mit seinem privaten Umfeld, denn das spielt ebenfalls eine wichtige Rolle dabei, welche Optionen man hat.

Kleine Fluchten

Vor genau einem Jahr sind wir mit der Firma in ein neues Büro gezogen. Seitdem fahre ich täglich 44 km zur Arbeit hin und zurück. Dauert etwa 30 Minuten pro Fahrt.

Ich war gespannt, wie sich das anfühlt. Denn zum ersten Mal komme ich nicht mehr so einfach mit dem Fahrrad zur Arbeit. Vorher waren die Jobs in maximal 3km Entfernung, da war das selbstverständlich. Da konnte ich im Winter auch zu Fuß zur Arbeit, falls es zu glatt war oder zu hoch Schnee lag. Das war sehr praktisch.

Mein Fazit nach einem Jahr Fahrerei fällt jedoch überwiegend positiv aus. Früher war ich innerhalb von 10-12 Minuten im Büro bzw. wieder zu Hause. Da war wenig Zeit zum "Umschalten". Heute habe ich 2x täglich eine halbe Stunde für diese Umstellung. Das finde ich vor allem nach Feierabend hilfreich. Da komme ich dann doch ein wenig "runter". Das wiegt den Zeitverlust durch die Fahrerei wieder auf.

Und die Zeit im Auto ist auch ein wenig Zeit nur für mich. Wenn das Handy dann auch ausgeschaltet ist, bin ich für diese Zeit einfach nicht erreichbar. Kleine Fluchten.

Dienstag, Januar 01, 2008

2008 läuft

Ich wünsche ein Frohes Neues Jahr! In der letzten Zeit habe ich ein wenig Twitter ausprobiert. Ebenso DOPPLR und Memoloop. Das sind ganz interessante Anwendungen. Ich muss mal sehen, wie ich das am besten mit Blog Postings kombiniere. Denn auf zu vielen Kanälen zu schreiben macht ja auch keinen Sinn. Aber heute bin ich erst mal zu müde, um an dieser Stelle darüber zu sinnieren.