Donnerstag, Februar 14, 2008

Der User ist das Publikum

Bei Spiegel Online wird über eine Studie bei Online Communities berichtet: Was Netz-Nutzer wirklich wollen. Wesentliche Erkenntnisse:

"Im Netz gibt es ein Überangebot von allem. Nur keiner nutzt es wirklich. [...} Was Portalbetreiber für wichtig halten, ist den Nutzern oft schnurz - und umgekehrt. [...] Ignoriert werden vor allem Zusatzangebote, die mit der Kernfunktion der jeweiligen Webseite wenig zu tun haben. "

Dagegen steht das Sicherheitsbedürfnis ganz weit oben und die Nutzer suchen eher nach bekannten Freunden (aus der Offline Welt) als nach neuen Bekannten. 

Ich glaube, dieser Aspekt "Bekannte(s) suchen" ist auch ein Grund dafür, dass neue Social Networking Plattformen es schwer haben werden. Die Leute bleiben bei den paar etablierten Anbietern, die sie kennen und haben keine Lust, für den gleichen Zweck auf einer anderen Plattform neu anzufangen. Selbst Google gewinnt mit Orkut kein Land (ich selber hatte fast vergessen, dass ich dort angemeldet bin).

Chancen auf erfolgreiche neue Social Networks wird es erst dann geben, wenn man auf neuen Plattformen eben NICHT von vorne anfangen muss. Und das bedeutet, dass man über Standardschnittstellen und Webservices überall auf seine Web Identity und sein etabliertes Netzwerk zurückgreifen kann. Also all das, was in Richtung OpenID geht.

Darüber hinaus bestätigt diese Studie (wobei ich nicht weiß, WIE fundiert sie ist), wie sinnvoll die Methode des User Centered Design bei der Entwicklung von interaktiven Systemen ist. Denn: Der USER ist das Publikum.

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