Mittwoch, Dezember 31, 2008

Kennzeichenprestige.

Ich glaube, es gibt einen Prestigefaktor für Autokennzeichen, so wie es ein Überholprestige bei Automarken gibt.

Um das zu verdeutlichen folgende Szene: Ein Auto schleicht vor einem im Schritttempo rum, weil der Fahrer offensichtlich eine Hausnummer sucht (ohne Blinken natürlich) oder zieht an einer Ampel mal wieder zu spät zum Abbiegen rüber. Oder noch schlimmer - steht hilflos AUF einer Kreuzung rum, weil losgefahren, obwohl die Kreuzung nicht frei war.

Diese Situation stelle man sich in drei Kennzeichen-Varianten vor (Beispiele beliebig). Na - was geht einem dabei durch den Kopf?!
  1. B: "Souverän und eigenständig."
  2. GÖ: "Na ja - kann passieren."
  3. LIP: "Typisch - Idiot vom Land."

Ist doch so - oder?

Design-Aufstehhilfe.

Leider muss ich mich aufgrund meines Rückens von meinem geliebten Sessel verabschieden, der mir seit zehn Jahren täglich eine Freude war:

Er sieht einfach Klasse aus (ich habe ihn in rot-schwarz) und ist auch sehr gemütlich - aber er ist für mich leider inzwischen zu tief. Reinsetzen und Aufstehen mögen meine Bandscheiben nicht mehr. Die Sitzhöhe muss deutlich höher sein. Darum muss nun ein neuer Sessel her.

Das ist echt schwierig. Entweder sehen die zu sehr nach "Fernsehsessel" aus oder sie sind zwar chic, aber unbequem, unpraktisch und/oder nicht zu bezahlen.






Ich bin nach einiger Suche nun fündig geworden (Farbe wird schwarz).













Und wenn ich schon dabei bin, kann man die Rückenlehne und das Fußteil elektrisch über Akkumotoren verstellen. Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich in meinem Alter schon eine Design-Aufstehhilfe brauche. Aber wer schon mal so einen richtigen Hexenschuss oder schlimmer einen Bandscheibenvorfall hatte, der kann wahrscheinlich nachvollziehen, wie wertvoll das dann sein kann. Da nimmt man jede Unterstützung gerne an...

Attestierter Nicht-Simulant.

Gestern musste ich mich beim Vertragsarzt meiner Krankenkasse vorstellen. Da kriegt man zehn Wochen nach der Bandscheiben-OP etwas Bedenken. Immerhin bin ich noch nie so lange krank gewesen bzw. ausgefallen. Halten die mich für einen Simulanten?! Wollen die etwa das Krankentagegeld einstellen?! Nach dem Motto "Guter Mann, stellen Sie sich nicht so an. Sie sind doch eigentlich seit zwei Wochen wieder voll einsatzfähig."

Aber es war ganz anders. Der Vertragsarzt würde mich sogar noch bis Mitte Januar voll krank schreiben und danach 50% Wiedereingliederung. Doch weil ich keine schwere körperliche Arbeit verrichten muss, hat er die Einschätzung meines Hausarztes übernommen und hält ab 5.1. einen 50% Einsatz für vertretbar.

Immerhin habe ich auf diese Weise attestiert bekommen, dass ich meinen Zustand nicht "ausnutze". Denn im Zweifel würde ein Vertragsarzt im Sinne der Krankenkasse entscheiden, d.h. er hätte mich wieder als voll arbeitsfähig eingestuft. Und meine Kollegen wird es auch freuen. Ich muss allerdings aus Selbstschutz wirklich darauf achten, dass aus den 50% noch nicht wieder ein Vollzugriff wird, denn sonst wird das nach hinten los gehen.

Vor und nach Weihnachten.

Vor Weihnachten:












Nach Weihnachten:

Montag, Dezember 29, 2008

Kaffeeklatsch.

Heute morgen in der Bar Celona. Frau am Nebentisch sagt zu ihrer Freundin, die gerade ihren Milchkaffee, Latte Macchiato? oder sonst eine dieser angesagten Kaffee-Milch-Mixbrühen umrührt: "Mit Kaffee hat das aber nichts mehr zu tun."

Sag ich schon lange. Kaffee muss krachen. Sic.

Samstag, Dezember 27, 2008

DDR heute.

Gestern beim Weihnachts-Kaffeetrinken:
"Das liegt in der DDR."
"Welche DDR?! Die DDR gibt es nicht mehr."
"Na, das sagt man immer noch so. Dann weiß jeder, was gemeint ist."

Kein weiterer Kommentar.

Freitag, Dezember 19, 2008

Gefühle deuten.

Im Moment sieht man überall das UNICEF-Foto des Jahres 2008 von dem "Mädchen im größten Slum der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. [...] Das Bild führt uns den Lebensmut und die Energie eines Mädchens vor Augen, das mitten im Elend aufwächst.“

Ich finde das Bild auch gut, aber ich kann die Begründung nicht nachvollziehen. Tut mir leid, aber in dem Gesicht des Mädchens sehe ich keinen Lebensmut und auch keine Energie, jedenfalls keine positive. Ich habe das Gesicht hier mal vergrößert:












Also für mich spiegeln sich in dem Gesicht des Mädchens eher Bedrohung, Furcht und Ekel als Lebensmut und Energie. Das Mädchen will nur schnell raus aus der dreckigen Brühe! Das ist doch offensichtlich - oder? Da kann auch das blütenweiße Kleid nichts ändern. Oder kann ich keine Gesichtsausdrücke mehr deuten?!

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Zukunftstrend Web2.0 Rückzug?!

Den interessanten Artikel "Frust in deutschen Netzportalen?" fand ich gerade bei bei heute.de. Der Aufhänger für den Artikel ist die These "Immer mehr Menschen verabschieden sich aus dem Internet." Das behaupten Zukunftsforscher wie z.B. der bekannte Matthias Horx. Allerdings kommt der Artikel zu ganz anderen Feststellungen:

"In großen deutschen Netzwerken [...] spürt man allerdings kaum etwas von diesem "digitalen Überdruss". Im Gegenteil scheint die Beliebtheit der Communitys ungebrochen."

"Das Netzwerk selbst wird allerdings nur von den Wenigsten in Frage gestellt. Kaum einer sagt, er werde [...] soziale Online-Netzwerke künftig meiden. Kaum einer will sein Mitgliedskonto kündigen."

"Fazit: Von Netzwerkfrust in Deutschland keine Spur. "

Auch ich habe aus eigener Erfahrung das Gefühl, dass hier Matthias Horx einen Trend falsch einschätzt. Wenn ich mir z.B. die Entwicklung bei den Microblogging Diensten wie twitter, bleeper, identi.ca, oder yammer anschaue, dann gibt es hier rasanten Zulauf. Hier nehmen nicht nur die early adaptors teil sondern zunehmend auch Unternehmen. Selbst traditionelle Marken wie Miele nutzen inzwischen z.B. twitter. Ein klares Zeichen für das Potenzial dieser Anwendungen.

Zum Abschluss des Artikels wird noch auf den Umgang mit "E-Mails, Textnachrichten oder Telefongespräche" eingegangen. Die Feststellung einer Beratungsfirna ist allerdings kalter Kaffee und wenig erhellend: "Die Lösung des Problems liege allerdings nicht in einem Verzicht auf das moderne und praktische Kommunikationsmittel, sondern darin, den richtigen Umgang mit E-Mail und Co. erst noch zu finden."

Freitag, Dezember 05, 2008

Dienstag, Dezember 02, 2008

Weichei Stromberg.

Habe mir in den letzten Tagen die zweite Staffel von Stromberg angetan. Den Typ finde ich ja echt abgefahren. In den Extras zur DVD gibt es Interviews mit den Darstellern (der Drehbuchautor spricht Stromberg übrigens mehr wie Strohmberg aus und weniger wie Strommberg). Na - jedenfalls trank Stromberg alias Christoph Maria Herbst in einer Interviewszene offensichtlich Milchkaffee aus einer Porzellanschale! Also ehrlich - das geht ja gar nicht - Weichei! Das muss der Herbst noch üben. Das würde Stromberg selber nie tun: "Ich geh erst zum Arzt, wenn es blutet oder fault."

So wird man Teilhaber.

Loriot hat einmal darauf hingewiesen, wie komisch das typische Amtsdeutsch immer wieder ist. Ich habe gerade so einen Fall auf dem Tisch. Ich möchte bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Kostenübernahme für rückengerechte Arbeitsmöbel (Bürostuhl, höhenverstellbarer Schreibtisch) stellen. Heute habe ich den Antrag erhalten, er lautet:

Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte - Rehabilitationsantrag.   

Teilhabe - ist das nicht herrlich? Übrigens gehören zum Antrag 16 Seiten Erläuterung. Ich trau' mich noch gar nicht ran. Hallo - 16 Seiten Erläuterung?!