Donnerstag, Dezember 11, 2008

Zukunftstrend Web2.0 Rückzug?!

Den interessanten Artikel "Frust in deutschen Netzportalen?" fand ich gerade bei bei heute.de. Der Aufhänger für den Artikel ist die These "Immer mehr Menschen verabschieden sich aus dem Internet." Das behaupten Zukunftsforscher wie z.B. der bekannte Matthias Horx. Allerdings kommt der Artikel zu ganz anderen Feststellungen:

"In großen deutschen Netzwerken [...] spürt man allerdings kaum etwas von diesem "digitalen Überdruss". Im Gegenteil scheint die Beliebtheit der Communitys ungebrochen."

"Das Netzwerk selbst wird allerdings nur von den Wenigsten in Frage gestellt. Kaum einer sagt, er werde [...] soziale Online-Netzwerke künftig meiden. Kaum einer will sein Mitgliedskonto kündigen."

"Fazit: Von Netzwerkfrust in Deutschland keine Spur. "

Auch ich habe aus eigener Erfahrung das Gefühl, dass hier Matthias Horx einen Trend falsch einschätzt. Wenn ich mir z.B. die Entwicklung bei den Microblogging Diensten wie twitter, bleeper, identi.ca, oder yammer anschaue, dann gibt es hier rasanten Zulauf. Hier nehmen nicht nur die early adaptors teil sondern zunehmend auch Unternehmen. Selbst traditionelle Marken wie Miele nutzen inzwischen z.B. twitter. Ein klares Zeichen für das Potenzial dieser Anwendungen.

Zum Abschluss des Artikels wird noch auf den Umgang mit "E-Mails, Textnachrichten oder Telefongespräche" eingegangen. Die Feststellung einer Beratungsfirna ist allerdings kalter Kaffee und wenig erhellend: "Die Lösung des Problems liege allerdings nicht in einem Verzicht auf das moderne und praktische Kommunikationsmittel, sondern darin, den richtigen Umgang mit E-Mail und Co. erst noch zu finden."

1 Kommentar:

yadzia hat gesagt…

aber ist es nicht gerade so, dass man selbst weniger lust hat zu twittern, bleepern oder yammern, wenn das auch solche spießer-firmen wie miele machen? bei mir selbst stelle ich im privaten bereich auch eine zunehmende netzmüdigkeit fest. liegt aber vielleicht auch berufsmäßig damit befassten overkill.
hg aus b.