Montag, Februar 23, 2009

Redlich müht sich...

Ich habe heute eine Rechnung vom Arzt bekommen. "Für ärztliche Bemühungen erlauben wir uns zu berechnen:..." Fast schon Realsatire - die Formulierung. Eigentlich bin ich nur bereit, für Leistungen zu bezahlen, nicht schon für Bemühungen. Aber geschenkt...

Das würde ich mir auch für die Arbeit wünschen: "Für unsere Projektbemühungen erlauben wir uns zu berechnen:" Das wäre ja noch besser, als nach Aufwand zu berechnen! Da muss man seine Tätigkeiten ja noch nicht einmal begründen. Bemühung reicht.

Samstag, Februar 21, 2009

Gesundheitskosten und Wirtschaftsförderung.

So ein Bandscheibenvorfall hat neben den unmittelbaren Kosten durch Arbeitsausfall und medizinische Behandlung weitere Folgekosten, an die ich zunächst gar nicht gedacht hatte. Da sind zunächst einmal die Kosten für eine rückengerechte Arbeitsplatzausstattung: Es mussten ein ordentlicher Bürostuhl und ein höhenverstellbarer Schreibtisch her. Das ist ja noch relativ nahe liegend und wird zum größten Teil auch durch die Rentenversicherung bezuschusst (aber nicht alles). Für den privaten Schreibtisch hatte ich mir schon vor Jahren einen ergonomisch korrekten Hocker angeschafft (sonst wäre das jetzt auch fällig).

Nach der Bandscheiben-OP habe ich gemerkt, dass auch mein geliebter Sessel nichts mehr für meinen Rücken ist: Also neuen Sessel gekauft. Und heute habe ich mich schweren Herzens von meinem Trekking-Rad getrennt, das mich seit etwa 14 Jahen durch dick und dünn begleitet hat. Aber der ungefederte Rahmen und die Sitzposition sind inzwischen Gift für meine Bandscheiben. Darum habe ich es in Zahlung für ein neues Trekking-Rad gegeben. Mit Trapezrahmen (für den tiefen Einstieg), Federgabel und gefederter Sattelstütze.

Tja - die Zeiten sind vorbei, wo ich den harten Mann markieren konnte. Und teuer ist es auch noch. Aber zum einen geht es nicht anders und zum anderen helfe ich der Wirtschaft dadurch in schweren Zeiten.

Sonntag, Februar 15, 2009

Donnerstag, Februar 12, 2009

The Wall - Die überlebt haben.

Ich war gestern in The Wall von der Australian Pink Floyd Show. Akustisch, musikalisch und optisch ein Traum und der absolute History Flashback. Ich habe "The Wall" im Original von Pink Floyd schon 1980 (1981?) in Dortmund gesehen und war vorher schon von dem Album begeistert. Seitdem kenne ich fast jeden Ton und jedes Wort davon. Ich war also voll im Element.

Und die Musiker der Australian Pink Floyd Show haben das echt grandios nachgespielt! Besonderes Highlight waren für mich die zwei Gitarrensoli von Comfortably Numb. Perfekt nachgespielt und dann noch etwas "zugelegt". Apropos zugelegt - ich hatte nicht erwartet, dass man NACH The Wall noch Zugaben spielen kann. Aber sie konnten. Es ab sogar fünf Zugaben aus älteren Alben. Darunter ein beeindruckendes The great gig in the sky aus The dark side of the moon.

Alles in allem sehr großes Kino und wir Besucher hatten ein Durchschnittsalter von 45-50. Schon zwischendurch gab es für einzelne Parts stehende Ovationen. Und ich glaube, im Grunde haben wir uns alle selber dafür gefeiert, dass wir so lange überlebt haben.

Samstag, Februar 07, 2009

Lottokratie.

Ja - ich habe in der letzten Woche ausnahmsweise auch mal wieder Lotto gespielt, weil ich die 34 Mio gewinnen wollte. Ich habe weder den Jackpot geknackt, noch überhaupt etwas gewonnen (1 Zahl war richtig...). Eigentlich hätte ich mir den Einsatz von 4,60 EUR auch sparen können. Doch halt! Ich finde, das war gut angelegtes Geld!

Meine These: Geld allein macht nicht glücklich, aber genug davon zu haben, um finanziell "ausgesorgt" zu haben, fände ich eine klasse Sache! Das wäre für mich der Fall, wenn ich allein von den Zinsen meinen aktuellen Lebensstandard halten könnte. Soweit so gut. Es ist für mich allerdings ziemlich ausgeschlossen, soviel durch normale Erwerbstätigkeit zu verdienen oder durch "normale" Geldanlagen anzusparen. Außer illegalen Geschäften und exzessivem Glücksspiel (kostet Geld) bleibt eigentlich nur Lotto übrig.

Im Grunde kauft man sich für seinen Lottoeinsatz einen Traum! Klar, dass man nicht gewinnt bei den Chancen. Aber wo kann ich für nur 4,60 EUR BERECHTIGT hoffen, auf einen Schlag finanziell unabhängig zu werden?! Also - ich finde, das ist gut angelegtes Geld.

Geringe Gewinnchance hin oder her: Bis zur Ziehung darf sich jeder Teilnehmer REALISTISCHE Hoffnungen auf einen großen Gewinn machen. Auch die späteren Lottomillionäre sind BIS zur Ziehung genau so kleine Würmchen wie alle anderen Teilnehmer. Und warum soll man nicht selber zu den Gewinnern gehören?! Vor dem Lottoglück und VOR der Ziehung sind alle Menschen gleich. Lottokratie - eigentlich die ideale Demokratieform.