Montag, März 23, 2009

Zeichensetzung statt Schwertkunst!

Ich habe gerade in einem dubiosen Flyer den Slogan gefunden "Wo ein Schwert, mehr als nur Worte ist!" Na ja, dachte ich, so ein Kommafehler in einem einfachen Hauptsatz kann ja mal vorkommen. Fehler beim Druck. Und ich habe mal auf die Website geschaut. Einige Kostproben:

  • "Seit meiner frühesten Kindheit, bin ich..."
  • "... ich bin der Inhaber, der Firma ... "
  • "Bei der Wahl des Firmen-Logos, stellte sich die Frage..."

Scheint sich um eine chronische Kommaschwäche zu handeln. Dazu passt auch der Satz "es wird Zeit mich Ihnen an dieser Stelle einmal vorzustellen" (ohne Komma, da gehört aber eines hin).

Ich empfehle Zeichensetzung statt Schwertkunst.

Sonntag, März 22, 2009

Stadt, Land, Fluss.

Erstes Frühlingswochenende und alles sitzt gleich draußen. Sieht aus wie in Frankreich?


Oder Norddeutschland?


Nein - Enschede in den Niederlanden.


Sonntag, März 15, 2009

twitter überholt Wirklichkeit?

Im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Windelen in der letzten Woche gab es heftige Kontroversen über die Art der Berichterstattung in diversen Medien, darunter auch in twitter. In Anbetracht der quasi-Echtzeit-Kommunikation per Handy und Smartphone über Kanäle wie twitter oder YouTube fällt mir immer wieder der blöde Spruch ein "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?"

Die Abwandlung in Bezug auf unsere Realitätswahrnehmung über die genannten Kanäle heißt "Woher soll ich wissen, was passiert ist, bevor ich es nicht auf twitter gelesen habe?" Eine noch drastischere Version wäre "Woher soll ich wissen, was passiert ist, bevor ich es getwittert habe?"

Klingt etwas überkandidelt, aber für mich bekommt die alte Frage "Was ist Wirklichkeit?" oder "Wie entsteht das Weltbild in meinem Kopf?" durch solche Phänomene neue Facetten.

Der Ton macht die Musik.

Man sagt ja schon lange "Ich bin arbeitssuchend." oder "Ich orientiere mich neu." und nicht "Ich bin arbeitslos." Gerade habe ich in der W&V eine nette Formulierung gelesen: "Informationen zufolge spricht er mit Werbeagenturen über seine Zukunft."
Nannte man das früher nicht "Bewerbungsgespräch"? Diese Werber - die wissen, wie man es schreibt.