Sonntag, März 15, 2009

twitter überholt Wirklichkeit?

Im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Windelen in der letzten Woche gab es heftige Kontroversen über die Art der Berichterstattung in diversen Medien, darunter auch in twitter. In Anbetracht der quasi-Echtzeit-Kommunikation per Handy und Smartphone über Kanäle wie twitter oder YouTube fällt mir immer wieder der blöde Spruch ein "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?"

Die Abwandlung in Bezug auf unsere Realitätswahrnehmung über die genannten Kanäle heißt "Woher soll ich wissen, was passiert ist, bevor ich es nicht auf twitter gelesen habe?" Eine noch drastischere Version wäre "Woher soll ich wissen, was passiert ist, bevor ich es getwittert habe?"

Klingt etwas überkandidelt, aber für mich bekommt die alte Frage "Was ist Wirklichkeit?" oder "Wie entsteht das Weltbild in meinem Kopf?" durch solche Phänomene neue Facetten.

1 Kommentar:

NM hat gesagt…

Nun, ich sehe darin die Möglichkeit der treuen Berichterstattung ohne mediale Verzerrung.

Allerdings ist da auch die Gefahr groß, das dieses Medium auch zu Falschmeldungen verwendet wird.
Kann unter Umständen so manche Konsequenz oder Lavine in der Berichterstattung auslösen.