Donnerstag, Juli 16, 2009

Trau dir.

Eine Beobachtung bringt mich auf die Suggestionskraft von Marken. Mir gegenüber im Zug schreibt eine Frau fleißig in ein Moleskine. Ich fand diese kleinen Notizbücher schon immer unpraktisch, da viel zu klein für meine Art zu schreiben.

Dann hatte ich im Web gelesen, dass dieses Büchlein berühmte Leute auf Reisen begleitet haben und dachte mir, wenn Ernest Hemnigway und Oscar Wilde dort ihre Reiseerlebnisse reingeschrieben habe, dann werde ich da ja wohl auch Notizen drin machen können. Da ist mir auch zum ersten Mal diese Klapplasche hinten in dem Heft aufgefallen, in die man z.B. Reiseandenken einstecken kann. Jedenfalls hatte so ein Moleskine auf einmal eine kultige Note.

Und dann las ich, dass diese Reisenotizen-Story berühmter Leute schlicht und ergreifend ein Werbegag war. Nun - bei mir hat das zeitweise sogar funktioniert. Jetzt finde ich Moleskines wieder so unpraktisch wie vorher. Man sollte halt doch lieber seiner eigenen Einschätzung trauen.

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