Donnerstag, September 17, 2009

Vertriebsarzt.

Als ich vor kurzem ein Rezept (Rücken Physiotherapie) beim Hausarzt abgeholt habe, sagte mir die Assistentin: "Der Herr Doktor würde Sie gerne einmal wieder in seiner Sprechstunde sehen. "Hatte ich da etwa einen fordernden Unterton gehört?! Das gab mir zu denken - und zwar zuerst "Was soll das denn?! Wird man jetzt schon zum Arzt zitiert? Außerdem - mir fehlt nichts."

Und dann habe ich mir bewusst gemacht, dass ein Arzt in erster Linie ein Dienstleister ist. Er bietet seine Leistung an und ich kaufe sie oder kaufe sie nicht. Ich MUSS ja nicht in die Sprechstunde. Ist ja meine freie Entscheidung. Und wenn man bedenkt, wie regelmäßig ich nach meiner Bandscheiben-OP wg. Nachsorge und ReHa bis vor einem viertel Jahr in die Sprechstunde musste, dann ist es doch so unverschämt eigentlich nicht, wenn er mal nachfragt?!

Natürlich hat sich die Sprechstundenhilfe ziemlich unglücklich ausgedrückt. "Wir bieten Ihnen bei Bedarf gerne eine individuelle Gesundheitsberatung an" hätte sich irgendwie besser angehört.

Na ja - ich finde es jedenfalls legitim, wenn ein Dienstleister sich um seinen Umsatz kümmert. Und wenn ich die Leistung annehme, habe ich ja auch was davon - z.B. Gesundheitscheck. Allerdings war mir eine so offensive Vertriebsstrategie bei einem Arzt noch nicht begegnet und vielleicht hatte mich nur das so irritiert.

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