Sonntag, Oktober 11, 2009

Alles nur ein Irrtum.

In dem heutigen Essay Die metaphysischen "Mucken der Mathematik" steht ein schönes Zitat von Robert Musil: "Man muss daraufhin annehmen, dass unser Dasein bleicher Spuk ist; wir leben es, aber eigentlich nur auf Grund eines Irrtums, ohne den es nicht entstanden wäre." (Der mathematische Mensch, 1913).
Also - ich für meinen Teil habe damit kein Problem.


Samstag, Oktober 10, 2009

Unverdient, aber...

Seit gestern diskutiert die ganze Welt, ob Obama den Friedensnobelpreis verdient habe. Ich halte diese Diskussion für überflüssig, weil die Antwort "Nein" ist. Womit soll er das in der kurzen Zeit verdient haben? Aber das sagt er ja auch selber. Nur - was soll er machen?! Er hat diese Auszeichnung nun mal bekommen. Eine Ablehnung wäre auch keine gute Alternative.

Darum finde ich Obamas Interpretation dieser Anerkennung angemessen: "Let me be clear, I do not view it as a recognition of my own accomplishments, but rather as an affirmation of American leadership on behalf of aspirations held by people in all nations." Das "...affirmation of American leadership..." musst du als amerikanischer Präsident einfach sagen, das würde ich nicht zu hoch hängen. Und besser eine Führungsrolle bei "guten" Themen als bei schlechten. Ich meine - wenn 1994 Jassir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis bekommen haben...

Jedenfalls hat das Nobel Komitee mit der Verleihung des Friedensnobelpreises Obama nicht nur einen Gefallen getan. Der Artikel Der Preisträger, der sich nicht freuen darf beschreibt das ganz gut.