Donnerstag, November 25, 2010

Media Markt. Bedenklich.

Habe gestern Abend zum ersten Mal den Media Markt Werbespot gesehen, in dem Mario Barth die Kamera eines Kunden zertritt nach dem Motto "Die ist ja nicht von hier. Von hier ist doch viel geiler." Nach dieser Belehrung zertritt der schuldbewusste Kunde dann auch noch sein Mobiltelefon. "Das ist auch nicht von hier."

Ich bin ja kein großer Moralapostel und meine Toleranz gegenüber Werbung ist berufsbedingt sehr hoch... Aber so offensiv dazu aufzufordern, seine Sachen absichtlich zu zerstören, um dann neue kaufen "zu müssen" (egal wo), finde ich zumindest - bedenklich.

Montag, November 22, 2010

One Way Ticket to Mars.

US-Wissenschaftler schlagen eine Mars-Mission ohne Rückfahrschein vor. "Wie die Pioniere, die die Weiten des amerikanischen Westens besiedelten, so soll auch der Mars von Menschen kolonisiert werden, die nicht zurückblicken, fordern zwei amerikanische Wissenschaftler. Das sei schneller und kostengünstiger, argumentieren die beiden Forscher..."

Interessanter Ansatz mit interessanter Begründung. Erinnert mich stark an die Marstrilogie von Kim Stanley Robinson. Auch dort sind die ersten Kolonisten ein ganz besonderer Menschentyp. Wahrscheinlich braucht man solche Charaktere, um sowas auf die Beine zu stellen. Übrigens ist dieser Roman ein hochspannende und komplexe Politik- und Sozialstudie. Sehr lesenswert. Vielleicht wird ja die Fiktion von der Realität eingeholt.

Samstag, November 20, 2010

Bundespolizei zerstört Tüte!

Terror ist wirklich kein Thema, das man auf die leichte Schulter nehmen darf. Ich möchte auch kein politisch oder beruflich Verantwortlicher für "Gefahrenabwehr" sein. Sicher ein schwerer Job. Aber die aktuellen Warnungen aufgrund "konkreter Hinweise auf mögliche Anschläge zum Monatsende" treibt schon merkwürdige Blüten. Heute in unserer Tageszeitung:










Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man drüber lachen. Aber man darf sich auch nicht wundern, dass zur Zeit überall sowas passiert. Entweder die Behörden haben wirklich konkrete Hinweise, dann sollen sie denen in aller Stille nachgehen und Anschläge verhindern. Oder sie haben keine konkreten Hinweise. Dann ist es aber auch keine große Hilfe zu sagen "Haltet die Augen auf und meldet Verdächtiges." Kein Wunder, wenn dann unschuldige Tüten aufwändig entsorgt werden. Wer bezahlt das eigentlich alles?

Sonntag, Oktober 31, 2010

Menge macht's nicht.

Ich lese ja seit Monaten begeistert in der "Geschichte der Französichen Revolution" von Jules Michelet. Ich bin dort über eine Stelle gestoßen, an die ich anlässlich der Ereignisse um Stuttgart 21 denken musste.

"In Rechtsangelegenheiten ist das Urteil der großen Menge aber merkwürdig trügerisch. Man kann meinetwegen Geschworene wählen, eine kleine Zahl Menschen aus dem Volk nehmen; hält man sie von den Leidenschaften des Tages fern, so werden sie naiv ihrem gesunden Verstande und der Vernunft folgen. Aber ein ganzes, gärendes Volk ist der unzuverlässigte, vielleicht der gefährlichste Richter. Der unbegrenzte, sich jeder Berechnung entziehende Zufall beherrscht seine unsicheren und plötzlichen Entscheidungen; [...] Aber eher wird der Bürgerkrieg daraus hervorgehen als die Gerechtigkeit."

Sätze geschrieben zwischen 1847 und 1853. Das ist jetzt kein Plädoyer für oder gegen das Projekt Stuttgart 21. Ich habe zu wenig valide Informationen darüber und ehrlich gesagt ist mir das Projekt auch egal. Und es geht dabei ja auch nur um ein Verkehrskonzept und nicht um "die Gerechtigkeit". Aber nur, weil viele Menschen ihre Meinung kund tun, muss das noch lange nicht richtig sein. Soviel steht fest.

Dienstag, September 21, 2010

Ohne twitter.

Habe mich aufgrund der heutigen twitter-Problematik dort erst mal ausgeloggt. Stellt sich die große Frage: Und wie bleibt man jetzt zeitnah informiert...? Natürlich kann man den Google Reader ab und zu checken. Aber es ist schon interessant, wie sehr twitter DER Kanal für Echtzeitinformationen für mich geworden ist.

Samstag, August 28, 2010

Intranet und freie Natur?

Über Saim Alkan bin ich auf einen lesenserten Artikel von Oscar Berg über Wissensmanagement im Zusammenhang mit Intranets hingewiesen worden. Dort werden Informationssnutzung und -verteilung als Long-Tail Graph dargestellt: Nur wenige Informationen werden sehr oft benutzt, sehr viele Informationen werden nur selten benutzt.

Charakteristisch für "Wissensarbeit" ist, dass man vorher nicht weiß, wann und für welches Problem man welche Informationen benötigt. Darum reicht es nicht, oft benötigtes "Standardwissen" zu speichern. Man benötigt eigentlich permanent Zugriff auf alle Informationen, die es gibt. Traditionelle Wissensspeicher, z.B. Intranets, sind dieser Herausforderung nicht gewachsen sind, da sie überwiegend etabliertes Wissen speichern und ihnen die Vernetzung von Informationen (Social Intranet) fehlt.

"When it comes to information supply, the previously dominating 'less is more' paradigm is being replaced by a 'more is more' paradigm. A social intranet must necessarily be designed for information abundance. "

Mir sind mir Parallelen zur Problematik aussterbender Arten aufgefallen: Man weiß nicht, welche Pflanzen und Tiere noch einmal nützlich werden können, z.B. für die Ernährungsversorgung oder in der Medizin. Darum ist es wichtig, möglichst viele Arten zu kennen und zu erhalten. Artenkenntnis wiederum hat sehr viel mit Denken in Vernetzungen zu tun, weil da darußen alles irgendwie mit allem zusammenhängt (um das mal so platt zu sagen).

Diese Analogie ist jedoch gar nicht erstaunlich, weil Lebewesen letztlich auch nur Informationsspeicher sind. Nur dass man diese - vor allem die seltenen - nicht in Intranets speichert, sondern im Zoo, in Reservaten und im Idealfall - in freier Natur.

Sonntag, Juni 13, 2010

Sperrzeit für Horst Köhler.

In unserem Sonntagsblättchen standen heute in einem Leserbrief zwei interessante Aspekte zum Rücktritt von Horst Köhler als Bundespräsident:
  1. Wenn man von dem Amt von heute auf morgen zurücktreten kann, dann ist das Amt wohl überflüssig.
  2. Selbst kündigen heißt mindestens drei Monate Sperre für Lohnersatzleistungen.
Klingt beides plausibel.

Montag, Mai 24, 2010

AIDA, Conversion und Kierkegaard.

Sören Kierkegaard hat sich bereits 1859 in "Der Gesichtspunkt für meine Wirksamkeit als Schriftsteller" - sicher ungewollt - zu einem klassischen Marketing-Ansatz geäußert, und zwar in der Überschrift zu §4:

"Will ein Mensch auch nicht dahin folgen, wohin man ihn führen will, so kann man doch das eine für ihn tun, daß man ihn zwingt, aufmerksam zu werden."

Also, wenn das nicht die "Attention" aus AIDA ist! Und Kierkegaard nennt in der Überschrift zu §2 eine entscheidende Voraussetzung, wie man Menschen überhaupt dazu bringen kann, etwas zu tun:

"Will man einen anderen auf einen bestimmten Punkt bringen, so muss man vor allem ihn da zu finden wissen, wo er ist, und hier beginnen."

Hier erkenne ich sofort etwas wieder, mit dem ich täglich in meinem Job zu tun habe: Zielgruppen, Personas, Usability, Conversion. Interessant übrigens, dass Kierkegaard hier keinen negativ manipulativen Aspekt sieht, sondern einen positiv unterstützenden, denn weiter heißt es: "Dies ist das Geheimnis in aller Kunst zu helfen."

Und so soll es ja auch sein.

Mittwoch, April 21, 2010

Begriffe bestimmen die Weltsicht.

Gestern gab es beim Industrie- und Handesclub in Bielefeld einen Vortrag von Götz Werner - Gründer, Gesellschafter und Aufsichtsratmitglied von dm-drogerie markt. Das war einer der besten Vorträge, die ich dort gehört habe (und man muss sagen, der IHC hat immer außergewöhnlich hochkarätige Referenten). 

Zum einen lag das daran, dass Götz Werner ein brillanter Rhetoriker ist. Habe selten jemand gesehen, der sein Auditorium so häufig einbezieht und mit ihm kommuniziert (hatte für mich allerdings manchmal auch etwas Manipulatives). Jedenfalls großes Kino.

Zum anderen lag das auch an den interessanten Thesen, die der Mann vertritt. Man muss ja nicht jede seiner Ansichten teilen, aber ich stimme überein, dass  Begriffe bestimmen , wie wir die Welt sehen. Ein schönes Beispiel war das Wort Kundenbindung, das Werner völlig falsch findet. Begründung: Wer lässt sich gerne fesseln? Warum soll man das mit seinen Kunden tun? Was soll daran positiv sein? Die Einstellung hinter diesem Begriff ist falsch. Einen anderen hat er allerdings nicht genannt (und ich hab nicht danach gefragt). 

Auch gut auf den Punkt gebracht:

  • Immer zuerst auf den Kunden schauen und dann auf den Chef. Sonst verlierst Du den Grund aus den Augen, weshalb du das alles machst.
  • Die Menschen leben nicht vom Einkommen. Geld kann man nicht essen. Menschen leben von der Leistung anderer.

Ich glaube auch, dass das mehr als nur Wortspiele oder Haarspaltereien sind. Mit Begriffen kann man die Welt ändern. Ich habe mich gestern gefragt, schön und gut, aber  sehen das seine 30 TSD KollegInnen (keine Mitarbeiter!) ebenso? Wenn ich diesem Artikel bei Wikipedia glauben kann, dann funktioniert dieser Ansatz in der Praxis tatsächlich.

Montag, April 12, 2010

Wie du mir, so ich dir.

Das Missverständnis vom selbstlosen Altruismus ist nicht totzukriegen. Das Thema "Verhalten" hat mich im Studium sehr fasziniert, darum nerven mich solche Flachmeldungen wie jetzt wieder bei SpOn. Dabei ist die Sache ganz einfach: Vermeintliche Selbstlosigkeit macht sich nur dann evolutionsmäßig bezahlt, wenn man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass jemand anderes in einer ähnlichen Situation ebenfalls selbstlos handeln würde.

In Wikipedia ist es auf den Punkt gebracht: „Ich helfe anderen, damit auch mir geholfen wird.“ Nicht umsonst verhalten sich Lebewesen umso altruistischer, je enger sie verwandt sind. Dazu gibt es seit langem mathematische Modelle.

Natürlich kann man dieses System mit Egoismus ausnutzen. Aber auch dafür gibt es Belege und Berechnungen, dass eine Gesellschaft nur eine begrenzte Anzahl an konsequenten Egoisten erträgt und toleriert.

Sonntag, April 11, 2010

Kierkegaard verquer.

Schlage mich seit Monaten mt Kierkegaard rum. Warum das so langwierig ist? Hier z.B. der erste Abschnitt von Die Krankheit zum Tode:

"Der Mensch ist Geist. Aber was ist Geist? Geist ist das Selbst. Aber was ist das Selbst? Das Selbst ist ein Verhältnis, daß sich zu sich selber verhält, oder ist das im Verhältnis, daß sich das Verhältnis zu sich selbst verhält; das Selbst ist nicht das Verhältnis, sondern daß sich das Verhältnis zu sich selbst verhält. Der Mensch ist eine Synthese aus Endlichkeit und Unendlichkeit, vom Zeitlichem und Ewigem, von Freiheit und Notwendigkeit, kurz eine Synthese. Eine Synthese ist ein Verhältnis zwischen zweien. So betrachtet ist der Mensch noch kein Selbst."

Das geht dann noch 88 Seiten so weiter. Ich kann echt nicht nachvollziehen, warum dieses Werk als "grundlegende Analyse zur Daseinsverfassung des Menschen" (Klappentext) berühmt geworden sein soll. Für mich zegt das eher die ziemlich verquere Daseinsverfassung von Kierkegaard selber.

Sonntag, März 28, 2010

Google Bookmarks.

Bin über den Basic Thinking Blog auf ein neues Google Bookmark Feature aufmerksam geworden. Und natürlich gleich kurz ausprobiert.

Wenn ich das auf den ersten Blick richtig sehe, dann kann man die Lesezeichen nur in Listen organisieren kann? Dann allerdings verstehe nicht, warum gerade Google das gemacht hat. Das ist doch viel zu unflexibel. Die richtige Lösung wäre Tagging.

Oder habe ich was übersehen?

Freitag, März 26, 2010

Frühlingsgefühle...

...auch auf Deutschlands Straßen.

Samstag, März 20, 2010

Lebensrisiko Livekonzert.

"Wir möchten es nicht versäumen, Sie darauf hinzuweisen, dass der künstliche Nebel, den Sie bereits seit 10 Minuten einatmen, eine äußerst giftige Substanz darstellt, die bereits nach wenigen Augenblicken zur Bewusstlosigkeit und zum Tode führen kann. Wir danken für das Vertrauen, das Sie uns entgegengebracht haben." Grobschnitt, Solar Music Live.

Samstag, Februar 27, 2010

In Balance schwingen.

Dieses Teil unterstützt mich jetzt bei meinen Rückenübungen. Den "Balance-Bar" habe ich bei der Physiotherapie kennengelernt. Der Trainer hat es empfohlen: Einfach, wirkungsvoll und nimmt so gut wie keinen Platz weg. Und jetzt gab es das günstig im Einzehandel.

Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass das Teil auch "Swing-Bar" genannt wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Den Link wollte ich erst gar nicht anklicken... aber die Seite ist tatsächlich unverfänglich.

Samstag, Februar 06, 2010

Egotrip in die Vergangenheit.

Fahre gleich nach Göttingen zum 25-Jahr-Treffen von puk minicar (Personen- und Kurierdienst). In der Anfangszeit - also in den Jahren nach 1985 - der größte selbstverwaltete Betrieb in Niedersachen.

Als Fahrer (auch als Teilzeitfahrer) musste man Gesellschafter werden und jeder bekam nur 1 Anteil, alle hatten - auf dem Papier - die gleichen Mitbestimmungsrechte bei der Verwaltung der Firma und verdienten als studentische Teilzeitfahrer den gleichen (Hunger)Lohn von 7 DM pro Stunde. Im Grunde Selbstausbeutung bei 12-Stunden-Schichten. Aber es hat Spaß gemacht und war voll angesagt in Göttingen. puk minicar war politisch korrekt und hatte Kultcharakter (ist das eigentlich immer noch so?).

Ich bin dort von 1987 bis 1999 als Teilzeitkraft gefahren - mal mehr mal weniger intensiv. Es war auf jeden Fall eine persönlichkeitsbildende Zeit: Aus dem akademischen Elfenbeinturm raus auf die Straße! Kilometer fressen, teilweise mit voll durchgeknallten Fahrgästen direkt neben und hinter mir in der Mietdroschke.

Und puk minicar war (ist?) selber auch ein Sammelbecken für die skurrilsten und abgefahrensten Typen. Ich habe in der Teilnehmerliste gesehen, dass sich auch einige von den "Legenden" angemeldet haben. Tiger, Rübe, Fritz Udo - die Säule, Ysma, Trinkolf, ... Wenn die noch so drauf sind wie früher, dann... Auf jeden Fall wird das heute ein Egotrip in meine Vergangenheit. Werde nachher auch von dem Treffen ab und zu twittern.

Freitag, Februar 05, 2010

Atomkrieg ist keine Hauptmeldung.

Facebook hat eine neue Kategorsierung der Beiträge vorgenommen: Hauptmeldungen vs. Neueste Meldungen. Das ist eigentlich eine noch blödere Kategorisierung als vorher (Neuigkeiten vs. Live-Meldungen. Dank an Markus für dem Hinweis). Das ist doch Äpfel mit Birnen vergleichen. Hauptmeldung vs. Nebenmeldung wäre ok und auch Alte Meldungen vs. Aktuelle Meldungen.

Nach der neuen Kategorisierung wäre die neueste Meldung vom Atomkrieg konsequenterweise keine Hauptmeldung. Oder doch?!

Sonntag, Januar 31, 2010

Die Welt ist kein Ort.

Eigentlich komisch: Gegenstände auf dem MOND als WELTkulturerbe. Daran erkennt man mal wieder, dass die Welt ein intellektuelles Konstrukt ist und kein Ort im Universum.

Samstag, Januar 23, 2010

Das färbt ab.

Ich habe heute zum ersten Mal seit etwa 15 (?) Jahren eine Blue Jeans gekauft. "Speziell behandelt, was Ihrer Hose einen unverwechselbaren Look verleiht." Einfach nur dunkelblau wie früher hätte mir auch gereicht (stone washed fand ich damals schon doof). Aber die gibt es wohl nicht mehr. Jedenfalls nicht heute im WSV im Laden, in dem ich war. Man muss ja schon froh sein, wenn man Jeans findet ohne modische Webfehler oder gepflegte Löcher.

Zuhause dann der Hinweis in der Pflegeanleitung: "Körperwärme kann ebenfalls zu Abfärbungen führen. Daher bitte Vorsicht bei hellen Polstermöbeln und heller Kleidung." Abfärben beim Waschen kann ich ja noch verstehen. Aber durch Körperwärme beim Tragen?! Also werde ich demnächst helle Hemden wieder aus der Hose hängen lassen und mich vor Besuchen erkundigen, welche Farbe denn die Möbel haben.

Sonntag, Januar 10, 2010

Gute Produkte überzeugen einfach.

Nachdem heute ein Kollege auf Twitter einen Link auf die "Coolest iPhone peripheral ever" (von Parrot) gepostet hat, muss ich ein paar Zeilen (die ich schon länger im Kopf hatte) über ein weiteres Gerät dieses Herstellers los werden - und zwar über ein Lautsprechersystem für iPod/iPhone.


Das ist an sich nichts Besonderes. Aber das Konzept dahinter ist spannend: Man benötigt lediglich für jeden Lautsprecher eine
Steckdose und das war's mit Kabeln, da jede Box einen eigenen Verstärker hat. Der Rest läuft drahtlos über Bluetooth/WiFi. Und dann kann man über die Boxen Musik über Handy, PC oder eine sonstige Bluetooth/WiFi-Quelle hören.

Was soll ich zum Klang sagen? Ich bin tief beeindruckt. Obwohl die Boxen eher klein und leicht sind (da war ich ja skeptisch - für mich mussten Boxen immer massiv und schwer sein) erzeugen sie wirklich einen sehr guten räumlichen und auch präzisen Klang. Ich würde mal sagen, die Qualität ist nicht weit von Highend entfernt (in dieser Liga natürlich). Und mit 100 Watt Musikleistung ausreichend dimensioniert.

Daneben kann man die eingebaute Dockingstation für iPod/iPhone benutzen oder zusätzlich pro Box ein Cinch-Kabel für konventionelle Musikquellen anschließen. Abgerundet wird das Ganze durch eine wirklich durchdachte Verpackung.



















Diese Boxen könnte man tatsächlich z.B. für eine Party schnell wieder einpacken, sicher transportieren und woanders schnell wieder aufstellen. Zwei Stecker rein. Fertig. Ich habe selten eine so pfiffige und praktische Lösung gesehen. Da hat sich jemand wirklich mal Gedanken gemacht. Gute Produkte überzeugen einfach. Ob ich die Boxen allerdings tatsächlich mit zu einer Party nehmen würde - lasse ich mal dahin gestellt...

Exportweltmeister.

Ich habe heute zum wiederholten Male gehört, dass China "Deutschland als Exportweltmeister" überholt hat. Sieht so aus, als tun wir Deutschen uns da schwer mit. Denn das heißt ja wohl im Klartext "China ist Exportweltmeister". Wann hat denn der erste Sender, die erste Zeitung den Mut, das auszusprechen?

Aber es gibt Hoffnung. In 2010 können wir wenigstens wieder Fußballweltmeister werden.

NACHTRAG: Die Süddeutsche drückt es einigermaßen deutlich aus. Aber auch da referenziert die eigentlich witzige Überschrift auf - Deutschland. Offensichtlich schwierig, wenn wir nicht mehr der Maßstab sind.

Donnerstag, Januar 07, 2010

Logisch. Alles klar?!

Ich lese ja gerne auch mal anspruchsvolle Philosophie, aber bei diesen einleitenden (sic!) Betrachtungen von Kierkegaard in "Der Begriff der Angst" steige ich dann doch aus:

"Jede Bewegung [... ] ist hierbei nur eine immanente Bewegung, d.h. in tieferem Sinne keine Bewegung, wovon man sich leicht überzeugt, wenn man bedenkt, daß der Begriff der Bewegung selbst eine Transzendenz ist, welche in der Logik keinen Platz finden kann. Das Negative ist nun die Immanenz der Bewegung; ist das Verschwindende, das Aufgehobene. Geschieht alles so durch Negation, so geschieht überhaupt nichts, und das Negative wird zum Phantom. Um aber doch in der Logik etwas geschehen zu lassen, wird das Negative etwas mehr; man läßt es den Gegensatz hervorbringen, womit es nicht mehr Negation ist, sondern Kontraposition."

Das lese ich zwar, versuche aber erst gar nicht, diese Herleitung im Detail nachzuvollziehen. Das ist mir zu wirr. Im übrigen werde ich das Gefühl nicht los, dass sich Kierkegaard hier philosophisch und intellektuell ganz schön verrannt hat. Kann das sein?

Rückkehr der Leibeigenschaft!?

Gerade zwei Dötze (etwa 10 Jahre) auf ihren Fahrrädern im Vorbeifahren. Sagt der eine: "Stell' dir vor, alles was du siehst gehört dir. Das wäre doch cool." Der andere: "Du gehörst mir." Das nenne ich doch mal spontan und konsequent zu Ende gedacht. Die Rückkehr der Leibeigenschaft?!

Dienstag, Januar 05, 2010

Blubber nich rum hier.

Wer kennt das nicht?! Zuerst bricht man sich einen ab, um den Milchkarton unfallfrei zu öffnen, und dann gibt es beim ersten Ausgießen einen "Blubb", bei dem der Kaffee aus der Tasse fliegt. Zum Jahresanfang darum ein nützlicher Tipp für das blubber-freie Milch-Eingießen. Man halte den Milchkarton beim ersten Ausgießen mit der Öffnung nach oben (!):













Der Trick besteht darin, dass die entstehende Luftblase bei dieser Haltung oben aus der Öffnung entweichen kann. Darum gibt es auch keinen unkontrollierten "Blubb". Die Fallhöhe ist allerdings etwas höher als bei der "normalen" Methode (Öffnung nach unten). Muss man etwas üben, klappt aber sehr gut. Der Applaus gebührt dem Schwiegervater.