Sonntag, April 11, 2010

Kierkegaard verquer.

Schlage mich seit Monaten mt Kierkegaard rum. Warum das so langwierig ist? Hier z.B. der erste Abschnitt von Die Krankheit zum Tode:

"Der Mensch ist Geist. Aber was ist Geist? Geist ist das Selbst. Aber was ist das Selbst? Das Selbst ist ein Verhältnis, daß sich zu sich selber verhält, oder ist das im Verhältnis, daß sich das Verhältnis zu sich selbst verhält; das Selbst ist nicht das Verhältnis, sondern daß sich das Verhältnis zu sich selbst verhält. Der Mensch ist eine Synthese aus Endlichkeit und Unendlichkeit, vom Zeitlichem und Ewigem, von Freiheit und Notwendigkeit, kurz eine Synthese. Eine Synthese ist ein Verhältnis zwischen zweien. So betrachtet ist der Mensch noch kein Selbst."

Das geht dann noch 88 Seiten so weiter. Ich kann echt nicht nachvollziehen, warum dieses Werk als "grundlegende Analyse zur Daseinsverfassung des Menschen" (Klappentext) berühmt geworden sein soll. Für mich zegt das eher die ziemlich verquere Daseinsverfassung von Kierkegaard selber.

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