Sonntag, März 06, 2011

Selektive Schwannehmung.

Gestern Abend haben wir nach dem Kinobesuch von "Black Swan" noch Freunde in einer Kneipe getroffen. Interessant waren unsere Antworten auf die Frage "Wovon handelte der Film?"

"Von einer ehrgeizigen Ballettänzerin, die sich von einer anderen Tänzerin verfolgt fühlt, weil diese ihr vermeintlich die Hauptrolle des schwarzen Schwans wegnehmen will."

"Von einer jungen Ballettänzerin, welche die zerstörerische Lebensfrustration ihrer übermächtigen Mutter auf sich projiziert und sich nach zunehmenden Wahnvorstellungen umbringt."

Beide Wahrnehmungen sind richtig und machen die emotionale Wucht dieses Filmes aus. Eine treffende Beschreibung habe ich auch hier gefunden: "Das kontrollierende „Über-Ich" und das triebgesteuerte „Es" bekämpfen sich (...) bis auf's Blut."

Und das ist wörtlich zu nehmen. Darum habe ich an vielen Stellen auch lieber weggesehen...

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