Mittwoch, Oktober 12, 2011

Erfahrung und Vernunft.

Ab und zu finde ich bei Kant Stellen, die ich meine zu verstehen UND denen ich zustimme. So auch in der Analytik zur Kritik der praktischen Vernunft (1788):

"Nun ist aber alle menschliche Einsicht zu Ende, so bald wir zu Grundkräften oder Grundvermögen gelanget sind; denn deren Möglichkeit kann durch nichts begriffen, darf aber auch eben so wenig beliebig erdichtet und angenommen werden. Daher kann uns im theoretischen Gebrauche der Vernunft nur Erfahrung dazu berechtigen, sie anzunehmen."

Die Erfahrung, dass viele Dinge so zu sein scheinen, wie unsere Vernunft uns sagt, dass sie sind, ist ein Indiz dafür, dass der Gebrauch unserer Vernunft zu hinreichend "wahrhaften" Erkenntnissen führen kann. Etwas anderes haben wir nicht.

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